Das US-Handelsministerium hat OpenAI laut einem am Mittwoch von der Nachrichtenagentur Reuters aufgegriffenen Axios-Bericht den Weg für eine breitere Veröffentlichung des KI-Modells GPT-5.6 freigemacht. Das Ministerium habe den Schritt nach zusätzlichen Tests und Gesprächen erlaubt, berichtete Axios unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person.
OpenAI erwarte, GPT-5.6 noch in dieser Woche breiter verfügbar zu machen, hieß es in dem Bericht. Die Tests seien vom zuständigen Zentrum für KI-Standards und Innovation im Handelsministerium durchgeführt worden. OpenAI habe Experten nach Washington geschickt, um mögliche Fragen der Regierung zu beantworten.
OpenAI bestätigte am Mittwoch auf X, dass GPT-5.6 am Donnerstag öffentlich starten sollen. Der Preview-Zugang werde bereits weltweit ausgeweitet.
Freigabe nach begrenzter Vorschau
Das Unternehmen hatte am 26. Juni selbst erklärt, die GPT-5.6-Reihe zunächst nur begrenzt freizugeben. Zu der Reihe gehören nach OpenAI-Angaben Sol als leistungsstärkstes Modell, Terra als ausgewogene Variante für alltägliche Arbeit und Luna als schnelle und günstigere Variante. OpenAI schrieb damals, die Vorschau beginne auf Wunsch der US-Regierung mit einem kleinen Kreis vertrauenswürdiger Partner, deren Teilnahme der Regierung mitgeteilt worden sei.
Die Freigabe steht im Zusammenhang mit einer strengeren Kontrolle besonders leistungsfähiger KI-Modelle in den USA. Reuters berichtete, Washington wolle vor einer breiteren Veröffentlichung mögliche Risiken erkennen, darunter Cyberangriffe und eine militärische Nutzung. Die Verzögerung folgte demnach einem Erlass von Präsident Donald Trump, der einen Rahmen für die als freiwillig bezeichnete Vorabprüfung solcher Modelle durch die Regierung setzt.
Eine offizielle Bestätigung der neuen Freigabe durch die Behörden lag Reuters zunächst nicht vor. Axios schrieb, führende KI-Unternehmen und die US-Regierung regelten den Zugang zu besonders leistungsfähigen Modellen immer häufiger im Einzelfall.
Auch das KI-Unternehmen Anthropic war nach Reuters-Angaben von Beschränkungen betroffen. Das Handelsministerium hatte demnach den Zugang zu den Modellen Fable und Mythos zeitweise aus Gründen der nationalen Sicherheit eingeschränkt. Bei Fable sei das Verbot in der Vorwoche aufgehoben worden.
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