Geopolitik

Die große Leerstelle der deutschen Außenpolitik: Wo bleibt die Forschung zur Diplomatie?

Deutschland pflegt Beziehungen zu fast 200 Staaten – doch ausgerechnet die Geschichte und Methoden seiner Diplomatie werden an Hochschulen kaum gelehrt. Eine Bilanz jahrzehntelanger Pionierarbeit.

Enrico Seewald Urs Unkauf
7 Min
Während viele Länder Diplomatie wissenschaftlich erforschen, fehlt Deutschland bis heute eine institutionalisierte Diplomatieforschung.

Während viele Länder Diplomatie wissenschaftlich erforschen, fehlt Deutschland bis heute eine institutionalisierte Diplomatieforschung.

© Christian Spicker/imago

Die Bundesrepublik Deutschland unterhält gegenwärtig diplomatische Beziehungen zu fast 200 Ländern. Das Auswärtige Amt ist eine der größten Behörden des Bundes. Seit dem Regierungsumzug hat es mit dem Gebäude der Reichsbank am Werderschen Markt ein angemessenes Quartier in der Bundeshauptstadt. Studien zur eigenen Geschichte betreibt das Ministerium kaum, auch die deutsche Diplomatie wird nicht systematisch erforscht.

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