Es hat noch kein Ton seinen Mund verlassen, da steigt Marcus Mumford mit schneeweißen Turnschuhen auf eine Verstärkerbox, führt seine Hände über dem Haupt zusammen und sendet eine Dankesgeste in den Berliner Himmel. Bereits während der ersten Viervierteltakte spiegelt das Publikum in der Waldbühne seine Geste. Kurz nach 20 Uhr erweckt ein dem Pferdegalopp entlehnter Rhythmus einen zweistündigen Klatschdauerlauf – doch wer wollte den Abertausenden ihre Festtagsstimmung verdenken bei diesem abendblauen Julipanorama über der Murellenschlucht? Doch kein Schreiberling?
Folk
Mumford & Sons in der Berliner Waldbühne: Die Gebrüder Guinness, Quacksalber der Hoffnung
Von A bis „Banjo Song“ errichten drei Erlösungsapostel eine zweistündige Illusion der Geborgenheit. Lesen Sie den Verriss eines Konzertabends.
5 Min
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Mumford & Sons am 9. Juli 2026 live in der Waldbühne
© Christina Kratsch/Davids
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