Es ist eine Schiedsrichteransetzung, bei der sich der erste Reflex kaum unterdrücken lässt: Was hat sich die Fifa dabei gedacht? Ausgerechnet ein komplett argentinisches Schiedsrichtergespann leitet das WM-Viertelfinale zwischen Frankreich und Marokko. Ausgerechnet jetzt. Ausgerechnet wenige Tage nachdem Ägyptens Nationaltrainer Hossam Hassan nach dem Achtelfinale gegen Argentinien von Manipulation gesprochen, der Weltverband eine offizielle Beschwerde auf dem Tisch liegen hat und im Internet wieder einmal die wildesten Verschwörungstheorien kursieren.
Unglücklicher hätte das Timing kaum sein können. Denn unabhängig davon, ob man die Vorwürfe aus Ägypten für absurd oder nachvollziehbar hält: Die Fifa hätte wissen müssen, dass mit dieser Ansetzung jede einzelne Entscheidung des Schiedsrichters unter ein Brennglas geraten wird. Jeder Pfiff gegen Frankreich wird sofort als möglicher Beleg für eine angebliche Bevorzugung Argentiniens interpretiert werden. Jeder Pfiff gegen Marokko könnte wiederum als Versuch gelten, genau diesen Eindruck zu vermeiden.
WM 2026
Nach Trump-Anruf und Ägypten-Zoff: Der nächste Fifa-Eklat ist programmiert
Fingerspitzengefühl gegen null: Nach den schweren Vorwürfen aus Ägypten liefert der Weltverband den Verschwörungstheoretikern neue Nahrung.
4 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Wird im Spiel zwischen Frankreich und Marokko im Brennglas der Fußball-Welt stehen: der Argentinier Facundo Tello
© Nicolo Campo/imago
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*