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Julien Chavaz verlässt Theater Magdeburg: Neues Kapitel erwartet ihn

Der Generalintendant wechselt 2028 an das Essener Aalto-Theater. Sein Magdeburger Vertrag lief eigentlich noch bis 2032.

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Julien Chavaz

Julien Chavaz

© KerstinxKokoska/Imago

Der Generalintendant des Theaters Magdeburg, Julien Chavaz, hat seinen vorzeitigen Abgang bekannt gegeben. Er übernimmt ab Sommer 2028 die Opernintendanz am Essener Aalto-Theater. Sein Vertrag in Magdeburg war erst im vergangenen Jahr bis 2032 verlängert worden.

Wie der Aufsichtsrat der Theater und Philharmonie Essen am Donnerstagabend mitteilte, wird Chavaz ab der Spielzeit 2028 zugleich Chef der Essener Philharmoniker. Chavaz steht seit der Spielzeit 2022/23 an der Spitze des Theaters Magdeburg.

Seine Entscheidung habe nichts mit den anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt zu tun, sagte Chavaz im Interview mit dem MDR. Das Theater Essen habe eine große Tradition und arbeite mit erfolgreichen Künstlern. Das sei eine Tür, die sich für ihn öffne.

Chavaz betonte, er werde die kommenden zwei Jahre noch in Magdeburg bleiben. „Diese nächsten zwei Jahre werden politisch enorm wichtig sein und ich habe Mut und ich habe Energie für meine 440 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen nächsten zwei Jahren zu kämpfen, damit dieses Theater weiter frei spielen kann“, sagte er.

Auch Schauspielleitung verlässt das Haus

Bereits Anfang des Jahres war bekannt geworden, dass das Leitungsteam des Magdeburger Schauspiels das Haus verlässt. Das Trio aus Clara Weyde, Bastian Lomsché und Clemens Leander übernimmt ab der Spielzeit 2027/2028 die Intendanz des Schauspiel Leipzig.

Auf die Frage, ob ein Wechsel der gesamten Theaterleitung nicht zu viel sei, sagte Chavaz, dass nicht alle zeitgleich gingen. Die Schauspielintendanz wechsele 2027, er selbst 2028. „Ich glaube, mit diesem starken Zeitunterschied werden wir uns schon den richtigen Weg finden.“

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Nach Angaben des MDR blickt das Leitungsteam auf erfolgreiche Spielzeiten zurück. Das Theater Magdeburg verzeichnete die höchsten Auslastungen seiner Geschichte. Mit der Produktion „Blutbuch“ war das Haus zum Berliner Theatertreffen eingeladen. 2025 wurde es zudem von einem Fachmagazin zum Theater des Jahres gewählt.

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