Das WM-Märchen Norwegens ist beendet. Die Skandinavier mussten sich in der Nacht zu Sonntag (MESZ) England mit 1:2 (1:1, 1:1) nach Verlängerung geschlagen geben. Andreas Schjelderup hatte den Außenseiter zunächst mit einem Traumtor in Führung gebracht (36.), ehe der ehemalige Dortmunder und heutige Profi von Real Madrid, Jude Bellingham, die Partie mit seinen Toren (45.+2, 93.) fast im Alleingang drehte.
Große Diskussionen gab es hinterher um den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer. Der Ball hatte bei einem Abschlag des norwegischen Torhüters Orjan Nyland womöglich das Seil einer TV-Kamera berührt. Ein Kuriosum, das einen Eingriff des VAR erforderlich gemacht hätte. Eine Intervention gab es letztlich allerdings nicht, England und der deutsche Trainer Thomas Tuchel jubelten nach 120 Minuten verdient.
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Die Reise der Skandinavier, die weltweit mit ihrem furiosen Ruder-Jubel gemeinsam mit den Fans für Aufsehen gesorgt hatten, ist damit vorbei. Dennoch ist es das beste Abschneiden bei einer Fußball-Weltmeisterschaft aller Zeiten.
England, das weiter vom zweiten Weltmeistertitel nach 1966 träumen darf, trifft im Halbfinale am Mittwoch (21 Uhr, MESZ) auf Argentinien. Die Südamerikaner mussten gegen die Schweiz ebenfalls in die Verlängerung, behielten dort mit 3:1 (1:1, 1:0) die Oberhand. Alexis Mac Allister hatte die Albiceleste nach zehn Minuten auf Vorlage von Superstar Lionel Messi in Führung gebracht, Dan Ndoye Mitte der zweiten Halbzeit verdient ausgeglichen.
Traum-Halbfinale perfekt
Kurz darauf erwies Stürmer Breel Embolo den Schweizern mit einer Gelb-Roten Karte allerdings einen Bärendienst (72.). In Unterzahl versuchte sich die Mannschaft in der Verlängerung nur noch ins Elfmeterschießen zu retten. Julian Alvarez (112.) und Lautaro Martinez (120.+1) durchkreuzten diesen Plan mit zwei späten Toren.
Damit treffen nun vier Fußball-Giganten im Halbfinale aufeinander. 24 Stunden, bevor sich England und Argentinien gegenüberstehen, duellieren sich Frankreich und Spanien. Frankreich hatte sich hochverdient gegen Marokko durchgesetzt (2:0), Spanien dank eines ganz späten Tores die Belgier mit einem 2:1 aus dem Turnier geworfen.
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