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Sommerurlaub wird immer teurer: Selbst Billigflüge verzeichnen deutlichen Preisanstieg

Wer in diesem Sommer aus Deutschland in den Urlaub fliegt, zahlt spürbar mehr als im Vorjahr. Zugleich schrumpft das Flugangebot weiter.

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Fluggäste warten auf ihr Gepäck am Flughafen BER. (Symbolbild)

Fluggäste warten auf ihr Gepäck am Flughafen BER. (Symbolbild)

© Jürgen Held/Imago

Flugreisen ab deutschen Flughäfen sind für Verbraucher im laufenden Sommer erneut teurer geworden. Das geht aus einer Marktstudie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln hervor.

Für ein einfaches Ticket ohne Gepäck verlangten die vier größten Direktfluggesellschaften im Schnitt zwischen 81 Euro (Wizz Air) und 141 Euro (Eurowings). Ryanair lag bei 89,73 Euro, Easyjet bei 107,32 Euro. Vor einem Jahr reichte die Spanne noch von 67 bis 130 Euro.

Flugpreise innerhalb Europas steigen deutlich

Auch die amtliche Statistik bestätigt den Trend. Tickets für internationale Flüge verteuerten sich im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Für Flüge ins europäische Ausland zahlten Reisende in der Economy-Class rund 11,5 Prozent mehr, für Verbindungen nach Mittelamerika 12,5 Prozent mehr. Langstreckenflüge nach Nordamerika verteuerten sich um 3,7 Prozent, nach Asien und Australien um 4,9 Prozent. Günstiger wurden nur Flüge nach Afrika mit einem Minus von 12,0 Prozent. Inlandsflüge legten um 9,5 Prozent zu.

Auch Pauschalreisen kosteten mehr: Angebote ins Ausland verteuerten sich laut Destatis um durchschnittlich 3,0 Prozent, innerhalb Deutschlands um 2,8 Prozent. Am stärksten stiegen die Preise für Reisen nach Ägypten (plus 5,2 Prozent), auf die Kanaren (plus 4,6 Prozent) und die Balearen (plus 3,6 Prozent).

Zusatzgebühren für Gepäck und Sitzplatz erhöhen Preise deutlich

Zu den Grundpreisen erhalten Passagiere lediglich das Ticket sowie eine kleine Tasche für die Kabine. Für jedes weitere Gepäckstück, freie Sitzplatzwahl oder einen Snack an Bord verlangen die Airlines Aufpreise.

Ein Vorstoß des EU-Parlaments, ein zusätzliches Handgepäckstück in den Grundpreis einzuschließen, war zuletzt gescheitert. Ab Mitte 2027 müssen die Airlines nach EU-Beschluss allerdings die Preise standardmäßig inklusive Handgepäck anzeigen, sodass Kunden bei der Buchung weniger unangenehme Überraschungen drohen.

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Flugangebot schrumpft – Auch bei Billig-Airlines

Als Gründe für die höheren Tarife nennt das DLR ein knappes Flugangebot sowie hohe Gebühren und Steuern an deutschen Flughäfen. Der Lufthansa-Konzern strich im Sommer mit dem Aus der Regionaltochter Cityline zehntausende Flüge. Konzernchef Carsten Spohr kündigte intern für das kommende Jahr weitere Streichungen an.

Nach Zahlen des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) halten Billigflieger 2025 am deutschen Markt nur noch 82 Prozent des Vor-Corona-Angebots aufrecht. Im übrigen Europa legten sie dagegen um mehr als 30 Prozent zu.

Ryanair verlegt die verbliebenen sieben Flugzeuge aus Berlin an andere Standorte. „Während andere europäische Länder die Luftverkehrsteuer abgeschafft und die Zugangskosten gesenkt haben, wird Deutschland zunehmend zu teuer für Wachstum“, sagte Airline-Chef Eddie Wilson. Die jüngste Absenkung der nationalen Luftverkehrsteuer um rund 2,50 Euro pro Ticket habe daran nichts geändert.

Zusätzliche Unsicherheit bringt ein Bieterkampf um Easyjet zwischen den US-Investmentgesellschaften Castlelake und Apollo. Eine Zerschlagung könnte laut DLR zu weiteren Flugstreichungen und steigenden Preisen führen.

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