Bei Erntearbeiten ist am Sonntag in Mecklenburg-Vorpommern ein größerer Feldbrand ausgebrochen. In Staven mussten Dutzende Anwohner ihre Häuser verlassen, es gab sechs Verletzte.
Nördlich der Ortschaft Staven im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte geriet gegen 11.47 Uhr ein 45 Hektar großes Wintergerstenfeld während laufender Mäharbeiten in Brand. Das teilte das Polizeipräsidium Neubrandenburg mit. Durch die Windrichtung breiteten sich Feuer und Rauch in südliche Richtung aus. Polizei und Feuerwehr räumten daraufhin vorsorglich 38 Grundstücke. In der Spitze wurden 44 Anwohner am Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Staven betreut.
Um 13.36 Uhr war der Brand nach Angaben der Polizei gelöscht. Mehr als 100 Kameraden umliegender Freiwilliger Feuerwehren waren im Einsatz, Polizeikräfte aus den Revieren Friedland, Neubrandenburg und Malchin sicherten den Einsatzraum. Zwei Feuerwehrleute mussten laut Polizei kurzzeitig wegen körperlicher Belastung behandelt werden. Nach Angaben des NDR wurden insgesamt vier Feuerwehrleute verletzt, zwei davon kamen in ein Krankenhaus. Zwei Anwohner seien ambulant behandelt worden. Der Schaden liege im mittleren fünfstelligen Bereich.
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Ein Anwohner spricht von „Feuerwalze“
Ein Anwohner schilderte dem NDR, es habe sich um eine „Feuerwalze“ gehandelt, die sich rasant in Richtung Dorf ausgebreitet habe. Als Ursache wurden auch ständig wechselnde Winde genannt.
Der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern erklärte auf NDR-Anfrage, viele Landwirte stellten während der Ernte Wasserfässer, Grubber und Pflüge bereit, um bei Flächenbränden schnell eingreifen zu können. Eine gesetzliche Pflicht dazu bestehe nicht.
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