Die Berliner CDU gibt sich erleichtert: Der Pleitegeier Kai Wegner ist abgestürzt. Und Stefan Evers wird als weißer Ritter gefeiert. Die CDU mache mit Evers ein „starkes Angebot“, hieß es zuversichtlich aus dem CDU-Präsidium. Ist das nur Zweckoptimismus? Oder ist der Blick auf die Realität bei der Union nach wie vor getrübt? Denn Evers ist Teil des Problems.
Die finanzielle Situation und die Haushaltslage Berlins gleichen der des Bundes: steigende Verschuldung, diverse Sondervermögen und immer höhere Ausgaben. Der Haushalt, der letztes Jahr von CDU und SPD beschlossen wurde, brach alle Schulden-Rekorde. Die Chefin des Berliner Rechnungshofs, Karin Klingen, fasste die Situation damals kurz und bündig zusammen: „Uferlose Ausgaben, Einnahmeverluste und Geldverschwendung“. Finanzsenator Stefan Evers (CDU) verteidigte damals die Schuldenorgie: Nur so könnten die gestiegenen Sozialausgaben finanziert werden. Das kommt einem bekannt vor.
Berlin-Wahlkampf
Stellvertreter Stefan Evers – der weiße Ritter mit der rostigen Rüstung
Evers wird von der Berliner CDU nach dem Missgriff bei Wegner als Heilsbringer bejubelt. Doch er bringt viele Hypotheken mit – und sein Mandat ist alles andere als sicher.
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Finanzsenator Stefan Evers (CDU) hat genug Ballast im Gepäck.
© Emmanuele Contini
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