Junge Menschen verlassen die Schule mit erstaunlichen Kenntnissen, die danach kaum noch gebraucht werden. Sie können im Schlaf die Gedichtanalyse eines expressionistischen Werkes herunterbeten, skizzieren mühelos Pflanzenzellen, benennen die komplexen Ursachen des Dreißigjährigen Krieges. Doch wenn sie ihren ersten Arbeitsvertrag unterschreiben, eine Steuererklärung abgeben, den Traum von der Selbstständigkeit verwirklichen wollen oder es um den fundamentalen Unterschied zwischen Brutto und Netto geht, beginnt für viele der Blindflug. Dann herrscht kollektive Ratlosigkeit.
Bildung
Blackout im Klassenzimmer: Vorbereitet auf Prüfungen, aber nicht aufs Leben
Die Schule soll auf das Leben vorbereiten. Wer die Realität in Klassenzimmern mit der Praxis abgleicht, merkt schnell: Anspruch und Wirklichkeit passen oft nicht.
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Weniger als ein Drittel der Jugendlichen fühlt sich gut auf das Berufsleben vorbereitet.
© Ostdeutsche Allgemeine
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