Kreuzfahrten waren bis vor kurzem, in meiner Vorstellung, eine Angelegenheit für andere Leute. Für Rentnerpaare in Funktionsjacken, die sich um halb sechs am Frühstücksbüfett drängeln und sich nicht schämen, scharenweise in bereits vom Übertourismus terrorisierte Städte einzufallen. Oder für Menschen, denen überfüllte Pooldecks und schlecht gemischte Aperol Spritz in Plastikbechern nichts ausmachen. Jedenfalls nichts für mich.
Das also war mein Bild von Kreuzfahrtreisen: ein Drittel „Traumschiff“, ein Drittel „Titanic“ und ein Drittel „Triangle of Sadness“. Mit dieser Vorstellung ging ich im apulischen Brindisi an Bord der Explora II. Ich verließ sie nach drei Nächten an Bord im griechischen Hafen von Piräus sehr entspannt und geläutert.
Reise
Zwischen „Traumschiff“ und „Titanic“: Meine erste Kreuzfahrt war anders, als erwartet
Kreuzfahrten sind nur für Rentner und Partypeople? Von wegen! Bei meiner ersten Hochseereise fand ich wider Erwarten Entschleunigung, Luxus und viel Raum für mich.
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Kreuzfahrt mit der Explora II: Von Brindisi nach Athen mit viel Ruhe.
© Grafik: Catalina Hildebrandt/BLZ
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