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Kriminalität

Mann legt Feuer im Jugendamt Finsterwalde: Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung

Ein 35-Jähriger bedroht eine Mitarbeiterin in einer Behörde und legt anschließend ein Feuer. Inzwischen prüfen Polizei und Staatsanwaltschaft ein versuchtes Tötungsdelikt.

3 Min
Die Brandenburger Polizei hat den mutmaßlichen Täter festgenommen. (Symbolbild)

Die Brandenburger Polizei hat den mutmaßlichen Täter festgenommen. (Symbolbild)

© Soeren Stache/dpa

Beim Angriff auf eine Behörden-Mitarbeiterin in Finsterwalde mit anschließender Brandstiftung war nach Angaben des Landkreises das Jugendamt betroffen. In der Außenstelle sind außerdem das Straßenverkehrsamt, das Amt für Bauaufsicht, Umwelt und Denkmalschutz sowie das Gesundheitsamt untergebracht.

Die Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nun wegen versuchter Tötung, weil der Mann im Büro der Jugendamt-Angestellten ein Feuer legte. Laut Deutscher Presse-Agentur gab es zunächst keine Informationen, worum es bei dem Gespräch zwischen dem 35-Jährigen Verdächtigen und der Mitarbeiterin ging und warum die Lage eskalierte.

Fünf Verletzte durch Feuer in Behörde

In einer Außenstelle der Kreisverwaltung Elbe-Elster im brandenburgischen Finsterwalde hat ein Mann eine Mitarbeiterin bedroht und Feuer gelegt. Mehrere Beschäftigte kamen verletzt ins Krankenhaus, ein Tatverdächtiger wurde festgenommen.

Nach einem Angriff auf eine Behördenmitarbeiterin ermittelt die Polizei gegen einen 35-Jährigen. Der Mann stehe unter Verdacht, die Sachbearbeiterin am Donnerstagmorgen bedroht und anschließend Feuer gelegt zu haben, sagte ein Polizeisprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Cottbus. Kurz nach dem Vorfall sei der Tatverdächtige im direkten Umfeld der Außenstelle festgenommen worden.

Nach Angaben der Kreisverwaltung ereignete sich der Angriff gegen acht Uhr im Bereich des Jugendamtes. Die bedrohte Mitarbeiterin habe sich in Sicherheit bringen können. Das Gebäude wurde evakuiert, die Feuerwehr löschte den Brand.

Mehrere Beschäftigte landen im Krankenhaus

Durch die starke Rauchentwicklung wurden nach Angaben der Kreisverwaltung fünf Mitarbeitende verletzt und in ein Krankenhaus gebracht – teils wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung, teils wegen eines Schocks. Die Kreisverwaltung sprach in ihrer Mitteilung von einem „schwerwiegenden Zwischenfall“.

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Für die Betroffenen stehe nun die Fürsorge im Vordergrund, teilte die Verwaltung mit. Führungskräfte hätten die Mitarbeitenden betreut, weitere Unterstützung werde vorbereitet, „um den Vorfall auch psychologisch aufzuarbeiten“.

Dienstbetrieb an Behörde in Finsterwalde eingestellt

Der Dienstbetrieb am Standort Finsterwalde wurde eingestellt. Bis einschließlich Montag entfielen sämtliche Sprechzeiten und vereinbarten Termine, teilte der Landkreis mit. Wann der Standort wieder für den Besucherverkehr geöffnet werden könne, hänge von den weiteren Untersuchungen und der Schadensbewertung ab und stehe derzeit noch nicht fest.

Betroffen sind laut Landkreis das Straßenverkehrsamt, das Amt für Bildung, Jugend, Soziales und Kultur, das Amt für Bauaufsicht, Umwelt und Denkmalschutz sowie das Gesundheitsamt. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern nach Polizeiangaben an.

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