Der PEN Berlin setzt seine bundesweite Gesprächsreihe zum Thema Heimat fort und lädt vom 10. bis 27. August zu 16 Diskussionsabenden in Sachsen-Anhalt ein. Unter den Leitmotiven „Ist das noch mein Land?“ sowie „Ist das schon mein Land?“ soll über Zugehörigkeit, Identität und gesellschaftlichen Zusammenhalt diskutiert werden.
An den Veranstaltungen beteiligen sich 48 Gäste, etwa der Soziologe Aladin El-Mafaalani, der Psychologe Ahmad Mansour, die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann, der PEN-Berlin-Sprecher Deniz Yücel, die Journalisten Béla Réthy, Yassin Musharbash und Valerie Schönian sowie die Schriftsteller Monika Maron, Jackie Thomae, Clemens Meyer, Annett Gröschner, Lukas Rietzschel und Tomer Gardi. Darüber hinaus nehmen Vertreter aus Wirtschaft, Kirche, Kommunalpolitik und Bundeswehr an den Gesprächen teil.
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Die Veranstaltungen finden in Städten wie Bitterfeld-Wolfen, Dessau-Roßlau, Lutherstadt Wittenberg, Halle, Magdeburg, Bernburg und Stendal statt. Veranstaltungsorte sind neben Theatern und Kulturzentren auch der Dom in Stendal, die Jüdische Gemeinde Halle, ein Sportverein und ein Stadtchor. Das Publikum soll die Diskussionen aktiv mitgestalten.
Der PEN-Berlin-Sprecher Deniz Yücel bezeichnet Heimat als einen Begriff, der eng mit dem Bedürfnis nach Sicherheit verbunden sei. Viele gegenwärtige Debatten drehten sich um Ängste vor wirtschaftlichem Niedergang, unkontrollierter Zuwanderung, Rechtsextremismus oder dem Verlust sozialer Sicherheit. Diese politische Dimension des Heimatbegriffs interessiere den PEN ebenso wie dessen persönliche und emotionale Bedeutung.
Auftaktveranstaltung mit Jaeckie Thomae und Deniz Yücel
Die Auftaktveranstaltung mit der in Halle geborenen Schriftstellerin Jackie Thomae und Deniz Yücel findet am Montag, 10. August, um 19 Uhr in Bitterfeld-Wolfen statt, im Campus-Hörsaal, Rathaus Wolfen.
Die Reihe knüpft an frühere Diskussionsveranstaltungen des PEN Berlin in Ostdeutschland an. Im Anschluss an die Stationen in Sachsen-Anhalt soll sie in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin fortgesetzt werden. Das vollständige Programm ist auf der Website des PEN Berlin einsehbar.
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