WM 2026

Der globale Glücksversorger: Die absurde Scheinwelt des Gianni Infantino

Gianni Infantino adelt die WM zum größten Ereignis der Menschheit. Doch hinter den Superlativen stecken 15 Milliarden Dollar – und ein gieriger Verband.

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Im Rausch der Superlative: Fifa-Präsident Gianni Infantino (r.) und US-Präsident Donald Trump feierten beim WM-Finale nicht nur den Sport, sondern vor allem ein historisches Milliardengeschäft.

Im Rausch der Superlative: Fifa-Präsident Gianni Infantino (r.) und US-Präsident Donald Trump feierten beim WM-Finale nicht nur den Sport, sondern vor allem ein historisches Milliardengeschäft.

© William Volcov/Imago

Es gehört zu den Eigenheiten von Gianni Infantino, dass jedes Turnier das vorherige übertreffen muss. Die Klub-WM ist historisch, die Nations League revolutionär, die nächste Weltmeisterschaft ohnehin die größte aller Zeiten. Nun hat sich der Präsident der Fifa allerdings selbst in eine Sackgasse gelobt. Die WM in den USA, Kanada und Mexiko sei nicht nur die beste der Geschichte gewesen, sondern gleich „das größte menschliche, soziale und kulturelle Ereignis“, das die Menschheit je erlebt habe.

Spätestens jetzt stellt sich eine Frage: Warum überhaupt noch eine weitere Weltmeisterschaft veranstalten? Denn mehr geht eigentlich nicht. Wer seine eigene Veranstaltung bereits zum Höhepunkt der Menschheitsgeschichte erklärt, lässt sich kaum noch Steigerungsmöglichkeiten. Wäre also nicht genau jetzt, wo es angeblich am schönsten ist, der perfekte Moment, um aufzuhören? Keine weitere Weltmeisterschaft mehr auszurichten. Der Gipfel ist schließlich erreicht.

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