Australien

„Eine von 15 Millionen Schwangerschaften“: Mutter bringt eineiige Vierlinge zur Welt

Eine Frau in Australien bringt eineiige Vierlinge zur Welt. Eine solche Geburt gilt als extrem selten. Was macht sie so besonders?

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Ein neugeborenes Baby: In Australien wurden eineiige Vierlinge geboren.

Ein neugeborenes Baby: In Australien wurden eineiige Vierlinge geboren.

© Francesca Russell/imago

Eine Frau aus dem australischen Brisbane hat eineiige Vierlinge zur Welt gebracht – und das auf natürlichem Weg, ohne künstliche Befruchtung. Die vier Mädchen entstanden aus einer einzigen befruchteten Eizelle, die sich in vier Embryonen aufteilte, wie der Sender ABC News berichtet. Alle vier teilten sich demnach dieselbe Plazenta.

„Eine von 15 Millionen Schwangerschaften“

Bei sogenannten monozygoten Vierlingen teilt sich eine einzige befruchtete Eizelle in der frühen Entwicklung in vier eigenständige Embryonen. Das unterscheidet den Fall von Vierlingen, die aus mehreren Eizellen entstehen.

Die behandelnde Fachärztin Alexa Bendall schätzte die Häufigkeit eineiiger Vierlinge laut ABC News auf „eine von 15 Millionen Schwangerschaften“. Zum Vergleich: Vierlinge allgemein kommen laut dem nicht an der Geburt beteiligten Geburtshelfer Gino Pecoraro etwa einmal auf 700.000 Schwangerschaften vor, wie der Sender berichtete.

Besonders außergewöhnlich sei, dass sich die vier Babys eine gemeinsame Plazenta teilten. „Sich dieselbe Plazenta zu teilen – das ist beispiellos“, sagte Bendall. Ein solcher Fall sei in Australien vermutlich noch nie vorgekommen, weltweit kenne man womöglich nur zwei Fälle.

Risiken für Mutter und Kinder

Die 34-jährige Jenitar Na'amoana wurde von Fachärztin Bendall bereits ab der zehnten Schwangerschaftswoche betreut. Alle zwei Wochen erfolgten Ultraschalluntersuchungen.

Weil sich mehrere Babys eine Plazenta teilen, ist das Risiko für Komplikationen hoch. „Die Babys können in ihrem Wachstum eingeschränkt sein, und in der Plazenta bestehen miteinander verbundene Blutgefäße“, erklärte Bendall. Ist der Blutfluss unausgewogen, drohen schwere Folgen für Kinder und Mutter.

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In der 25. Schwangerschaftswoche wurde Na'amoana stationär aufgenommen, weil ihr Gebärmutterhals verkürzt war und damit das Risiko einer Frühgeburt stieg. „Wir haben immer gesagt, dass wir gut aufgestellt wären, wenn wir sie bis zur 28. Woche bringen könnten“, sagte Bendall laut BBC.

In der vergangenen Woche wurden die vier Mädchen BBC zufolge schließlich per Kaiserschnitt nach 28 Wochen und vier Tagen Schwangerschaft geboren. Rund 20 Menschen waren laut ABC News im Operationssaal – darunter Hebammen, eine Geburtsmedizinerin, eine OP-Schwester und vier Neugeborenen-Teams, für jedes Baby eines.

Die Kinder werden auf der Neugeborenen-Intensivstation (NICU) des Royal Brisbane and Women's Hospital betreut und sollen dort bleiben, bis sie kräftiger sind. Laut Bendall geht es ihnen „sehr gut“. Die langfristigen Aussichten seien „wirklich gut“.

„Immense Überraschung“ für die Eltern

Die Eltern Jenitar und Jortham Na'amoana hatten laut ABC News bereits zuvor vier Kinder im Alter zwischen einem und zehn Jahren. Ein weiteres Kind sei dem Bericht zufolge nicht geplant gewesen, als die Vierlinge gezeugt wurden. Die Nachricht sei für die Eltern eine „immense Überraschung“ gewesen, berichtete BBC.

„Unsere kostbaren Wunder sind sicher angekommen, und während unsere Herzen vor Dankbarkeit überfließen, hat die Realität, sich um vier Neugeborene gleichzeitig zu kümmern, Herausforderungen mit sich gebracht, die wir uns nie hätten vorstellen können“, schrieb die Mutter auf einer Spendenseite.

Die Familie hat eine GoFundMe-Kampagne gestartet – unter anderem für einen größeren Van mit mindestens zehn Sitzen. Laut BBC sind dort bereits über 37.000 australische Dollar (rund 22.700 Euro) zusammengekommen.

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