Automobilindustrie

VW und Mercedes: Millionenboni für Vorstände – und Mitarbeiter müssen jetzt die Krise ausbaden?

VW und Mercedes sparen bei den Beschäftigten, während die Konzernchefs Millionenboni einstreichen. Die wahren Probleme bleiben ungelöst. Ein Kommentar.

5 Min
Mercedes-Beschäftigte sollen länger arbeiten – während Konzernchef Källenius weiter einen Millionenbonus erhält.

Mercedes-Beschäftigte sollen länger arbeiten – während Konzernchef Källenius weiter einen Millionenbonus erhält.

© Jürgen Heinrich/imago

Die deutsche Automobilindustrie steckt in einer der schwersten Krisen seit Jahrzehnten. VW, BMW und Mercedes kämpfen mit hohen Standortkosten, wachsender Konkurrenz aus China, dem stockenden Umstieg auf Elektroautos und den US-Zöllen von Donald Trump. Doch die Krise ist nicht nur von außen über die Konzerne hereingebrochen. Ein Teil davon ist hausgemacht, und zwar in den Führungsetagen.

Bezahlen sollen dafür vor allem die Beschäftigten. Bei VW könnten weltweit bis zu 100.000 Stellen wegfallen, vier deutschen Werken droht die Schließung. Mercedes stellt derweil die seit mehr als drei Jahrzehnten geltende 35-Stunden-Woche infrage. Man müsse künftig „in allen Bereichen für das gleiche Geld mehr arbeiten“, erklärte Konzernchef Ola Källenius in einem Schreiben an die Belegschaft.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*