Jetzt wird es ernst für den Pop-up-Radweg in der Kantstraße. Noch vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus soll damit begonnen werden, den Radfahrstreifen zwischen der Joachimsthaler und Wilmersdorfer Straße zu entfernen. Jetzt hat das Landesunternehmen InfraVelo die Arbeiten ausgeschrieben. Damit macht Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) ihre Ankündigung wahr, die Straße neu zu gestalten. Es geschieht zu Lasten der Radwege, die vor sechs Jahren in der Corona-Zeit markiert wurden.
„Die wesentliche Aufgabe im Rahmen des Straßenbaus besteht darin, die vorhandenen Radverkehrsanlagen und Verkehrszeichen zu entfernen und entsprechend der angeordneten Verkehrszeichenpläne eine Busspur (Radverkehr frei) neu herzustellen“, heißt es in der Ausschreibung, die nun auf der Plattform RIB Tender erschienen ist.
Die Arbeiten sollen vom 1. September 2026 bis 30. September 2027 durchgeführt werden. Das bedeutet, dass sie vor der Wahl am 20. September beginnen könnten. Bis zum 4. August dürfen Unternehmen Angebote einreichen. Mit dem Start des Vergabeverfahrens spitzt sich der Streit um ein Stück rot-rot-grüner Verkehrspolitik zu. Beobachter erwarten Radfahrerproteste. Die Deutsche Umwelthilfe will klagen.
Verkehrspolitik
Aus Radwegen werden Parkplätze: Umbau der Kantstraße soll vor der Berlin-Wahl beginnen
Der Streit um den längsten Pop-Up-Radweg der Stadt eskaliert. Die landeseigene InfraVelo hat den Abbau ausgeschrieben. Umwelthilfe kündigt Klage an.
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Pop-up-Radweg in der östlichen Kantstraße in Charlottenburg: Die provisorischen Radfahrstreifen werden zu Stellflächen für Autos.
© Volkmar Otto
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