Am Freitag startet die Regionalliga Nordost in ihre neue Saison. Den Auftakt machen um 19 Uhr Rot-Weiß Erfurt und der BFC Dynamo, die im Steigerwaldstadion aufeinandertreffen, sowie der FSV Luckenwalde und Titelverteidiger Lok Leipzig im direkten Duell. Am Wochenende folgen dann die weiteren Partien des Spieltags. Am Sonntag (14 Uhr) empfängt unter anderem die BSG Chemie Leipzig den SV Babelsberg im Alfred-Kunze-Sportpark.
Die Gastgeber haben im Sommer etliche Veränderungen in ihrem Kader vorgenommen. Top-Stürmer Stanley Ratifo wechselte beispielsweise zum Ligakonkurrenten Hallescher FC, Kapitän Janik Mäder ging in die Oberliga Süd zum ZFC Meuselwitz und Dauerbrenner Nils Lihsek zog es zum FC Erzgebirge Aue.
Dresden statt Real Madrid: Transfercoup für Dynamos Auftaktgegner in der 2. Liga
Trainer Alexander Schmidt, der den Klub dank einer starken Rückrunde zum letztlich sicheren Klassenerhalt führte, macht keinen Hehl daraus, dass er den ein oder anderen Akteur am liebsten nicht abgegeben hätte. „Wenn wir jetzt alle Spieler gehalten hätten, hätte ich gesagt, wir greifen an. Aber das ist uns leider nicht gelungen“, sagte Schmidt dem MDR – um danach richtig deutlich zu werden!
„Uns haben auch diverse Berater ins Handwerk gepfuscht mit irgendwelchen Pseudotransfers, teilweise in der gleichen Liga. Das werde ich nie verstehen. Das sage ich auch den Spielern. Wenn ein Spieler in der gleichen Liga wechselt für 3,50 Euro mehr und hat hier Chemie Leipzig mit den Fans, das kann ich nicht verstehen“, attackierte der 57-Jährige die Ratgeber der Spieler, ohne allerdings Namen zu nennen.
Schmidt will „keine großen Ziele rausposaunen“
Klar ist, dass einige Vereine in der Nordost-Staffel in diesem Sommer mächtig aufgerüstet und dafür auch finanziell große Sprünge gemacht haben. Allen voran die VSG Altglienicke, die mit den Verpflichtungen von JohnAnthony Brooks (Hertha BSC) und Tolga Cigerci (Energie Cottbus) aufhorchen ließ. Auch Vereine wie Halle, Jena oder Chemnitz setzten Ausrufezeichen auf dem Transfermarkt.
Und Chemie? „Ich will keine großen Ziele rausposaunen, sondern erstmal jetzt reinkommen“, sagt Schmidt und verteilt einen weiteren Seitenhieb: „Wir haben die Jungs vertraglich jetzt so gestaltet, dass uns am Ende der Saison nicht wieder eine Berateragentur den ganzen Kader zerstört.“
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]