Feuerwehreinsatz

Batteriespeicher-Brand in Bautzen gelöscht: Anwohner dürfen zurück, Suche nach Ursache dauert an

Zwei Tage lang bestimmte ein brennender Batteriespeicher das Leben in Bautzen. Was hinter dem Einsatz steckt und wie es weitergeht.

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Die Feuerwehr hat den Batteriespeicherbrand in Bautzen elöscht.

Die Feuerwehr hat den Batteriespeicherbrand in Bautzen elöscht.

© Katharina Kausche/dpa

Aufatmen in Bautzen: Der Batteriespeicher-Brand, der die Stadt zwei Tage lang in Atem hielt, ist gelöscht. Die Feuerwehr beendete die Löscharbeiten am Mittwochabend. Die Stadt hob daraufhin alle Vorsichtsmaßnahmen auf. „Wir kehren zum normalen Leben zurück“, teilte das Rathaus mit.

Für die Anwohner, die zwischenzeitlich ihre Wohnungen verlassen mussten heißt das konkret: Ab Donnerstagnachmittag dürfen sie zurück in ihre Wohnungen und Häuser. Fenster und Türen können wieder geöffnet, Klima- und Lüftungsanlagen wieder eingeschaltet werden. Auch Wochenmarkt und Sommertheater finden wieder statt.

Was in Bautzen brannte

Am späten Dienstagnachmittag gerieten vier Seecontainer einer Batteriespeicheranlage in Brand. Die Anlage steht am Schliebenparkplatz im Stadtteil Neustadt. Ihre Aufgabe: Stromschwankungen im Netz ausgleichen.

Die Ursache ist bislang ungeklärt. Nach ersten Erkenntnissen gibt es keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden. Die Ermittler gehen derzeit von einem technischen Defekt aus. Eine abschließende Klärung steht jedoch noch aus.

Wegen des Feuers mussten 42 Anwohner im unmittelbaren Umkreis der Anlage vorsorglich evakuiert werden. Zwischenzeitlich waren bis zu 90 Einsatzkräfte vor Ort. Zunächst kühlten die Einsatzkräfte die betroffenen Container von außen. Dieser Ansatz reichte jedoch nicht aus. Am Mittwochabend änderte die Feuerwehr deshalb ihre Taktik.

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Warum die Feuerwehr die Strategie änderte

Statt weiter von außen zu kühlen, öffnete ein Bagger den betroffenen Container. Anschließend brachte ein ferngesteuerter Kettenroboter der Feuerwehr Dresden gezielt Löschwasser ins Innere ein. So gelang es, das Feuer von innen zu bekämpfen und in der Nacht zu löschen.

Der Vorteil dieses Vorgehens: Die Einsatzkräfte mussten sich dem brennenden Container nicht selbst nähern. Die Gefahr ist gebannt, doch der Einsatz ist noch nicht ganz vorbei. Am Morgen liefen letzte Aufräumarbeiten, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Feuerwehr führt nun engmaschige Temperaturkontrollen durch.

Gemeinsam mit Fachberatern werden Proben an Gebäuden sowie Wasserproben entnommen und in einem Labor untersucht. Aktuell werden die angrenzenden Häuser auf mögliche Schadstoffe geprüft. Erst danach durften die Evakuierten am Nachmittag zurückkehren.

Als Nächstes beginnt die Suche nach der Brandursache: Ein Brandursachenermittler soll sich die Anlage ansehen. Wie lange das dauert, ist noch unklar.

Was mit den Containern passiert

Die beschädigten Batteriecontainer sollen im Laufe des Tages entsorgt werden. Laut einer Stadtsprecherin müssen die Container abtransportiert werden, sobald alle Arbeiten und Untersuchungen abgeschlossen sind.

Nicht alle Einrichtungen sind sofort wieder im Normalbetrieb: Zwei nahegelegene Kitas und Horte blieben auch am Donnerstag geschlossen.

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