Erinnerungsauftrag

Matthias Brandt will mit dem Buch „Nein sagen“ daran erinnern, „wie schnell Sprache verroht“

Ausgehend von seiner Gedenkrede zum 20. Juli 1944 erzählt er auch, wie ihm der Spruch „Brandt an die Wand“ begegnete. Sein Buch schreitet durch die Zeiten.

Cornelia Geißler
Cornelia Geißler
4 Min
Matthias Brandt ist ein Schauspieler mit großer Sensibilität für Sprache.

Matthias Brandt ist ein Schauspieler mit großer Sensibilität für Sprache.

© Photothek/imago

In dem Film „Transit“ von Christian Petzold, 2018 in die Kinos gekommen, ist der oft so prominent besetzte Schauspieler Matthias Brandt nur mal kurz zu sehen. Er steht hinterm Tresen der Bar in Marseille, in der Georg nach Marie sucht. Die beiden sind Flüchtlinge, auf der Suche nach den richtigen Papieren, nach einer Schiffspassage, leben in Angst, verraten und aufgegriffen zu werden. Matthias Brandt hat die Rolle des Erzählers, er spricht eine vom Regisseur bearbeitete Fassung des Romans von Anna Seghers aus dem Jahr 1944. Mit den Bildern, dem Text und unter seiner Stimme verschwimmen die Zeiten.

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