Ohne ein bestimmtes Accessoire fährt Manuela Reiner nicht mehr zur Arbeit. Weil die Pendlerin in der Regionalbahn RB26 oft keinen freien Platz mehr findet, bringt sie neuerdings ihre eigene Sitzgelegenheit mit. „Ich habe mir einen Angelhocker besorgt“, berichtet Reiner.
„Er passt bequem in den Rucksack und ist auch auf Bahnhöfen gut zu gebrauchen“, erklärt der Stammfahrgast aus dem Landkreis Märkisch-Oderland. Reiner ist nicht die Einzige, die auf der Ostbahn zwischen Berlin, Strausberg und Kostrzyn (Küstrin) mit einem Faltstuhl einsteigt.
Die Idee stammt aus der Facebook-Gruppe für die Linie RB26, in der sich Fahrgäste über volle Züge, Ausfälle und Betriebsstörungen austauschen. Seit Jahren wird über die schlechte Betriebsqualität auf der Strecke östlich von Berlin geklagt. Jetzt greifen Pendler zur Nothilfe.
Schienenverkehr
„Nicht ohne meinen Angelhocker“: Pendler kämpfen mit Klappstühlen gegen Bahn-Chaos
Weil die RB26 zwischen Berlin und Kostrzyn oft voll ist, packen Pendler jetzt Campinghocker in den Rucksack. Was hinter der kuriosen Selbsthilfe steckt.
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Großer Andrang im Bahnhof Berlin-Lichtenberg: Die Züge auf der Linie RB26 werden von Pendlern und Ausflüglern gut genutzt.
© Peter Neumann/Berliner Zeitung
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