Ukraine-Krieg

Nach Selenskyj-Warnung: Ukraine meldet mindestens sieben Tote bei russischen Angriffen

Die Ukraine meldet russische Angriffe auf mehrere Städte sowie mehrere Tote und Dutzende Verletzte. Zuvor hatte Selenskyj vor einem „massiven“ Angriff gewarnt.

3 Min
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj

© -/Ukrinform/dpa

Bei russischen Angriffen auf mehrere ukrainische Städte sind in der Nacht zum Donnerstag mindestens sieben Menschen getötet worden, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf ukrainische Behörden. In weiten Teilen der Ukraine wurde laut dem Bericht Luftalarm ausgelöst.

Betroffen waren nach Angaben des Kyiv Independent unter anderem die Hauptstadt Kiew, die westukrainische Stadt Lwiw sowie Krywyj Rih in der Zentralukraine. Mindestens 30 Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt. In mehreren Gebieten waren dem Bericht zufolge Explosionen zu hören. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte wenige Stunden zuvor vor einem „massiven“ russischen Angriff gewarnt.

Angriff auch auf Kiew

In Selenskyjs Heimatstadt Krywyj Rih traf nach Angaben des Leiters des dortigen Verteidigungsrates, Oleksandr Wilkul, eine ballistische Rakete vom Typ Iskander-M das Wohnhaus einer Großfamilie. Sechs Menschen seien getötet worden, darunter zwei Mädchen im Alter von fünf und zwölf Jahren, teilte Wilkul laut Reuters auf Telegram mit. Acht weitere Personen seien verletzt worden. Er warnte, die Zahl der Toten könne beim Bergen der Trümmer noch steigen.

In Kiew wurde nach Rettungsdienst-Angaben eine Person getötet und zwei weitere verletzt, berichtet Reuters. Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete auf Telegram von Bränden in mehreren Stadtteilen. In Lwiw wurden nach Angaben von Bürgermeister Andrij Sadowyj zwei mehrstöckige Wohnhäuser beschädigt und mindestens 15 Menschen verletzt.

Polen lässt Kampfjets aufsteigen

Als Reaktion auf die russischen Angriffe ließ Polen nach Angaben seiner Streitkräfte auf der Plattform X Kampfjets aufsteigen. „Diese Maßnahmen sind präventiver Natur und dienen der Sicherung und dem Schutz des Luftraums“, hieß es in einer Erklärung. Zudem seien bodengestützte Luftabwehr- und Radaraufklärungssysteme in Bereitschaft versetzt worden.

Selenskyj hatte am Mittwochabend auf X vor einem „massiven“ russischen Angriff gewarnt. Der Schutz der Menschen hänge unmittelbar von der Bereitschaft der Partner ab, mit Luftabwehrraketen zu helfen, schrieb er. Dies betreffe vor allem die USA und andere Länder, die Patriot-Raketen liefern könnten. Zuvor hatte Selenskyj in Washington US-Präsident Donald Trump getroffen, der nach seinen Angaben Lizenzen für Patriot-Raketen zusagte.

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