Es kommt der Moment beim Lesen, da kann man der Versuchung nicht mehr widerstehen, sich den Schlager „Memories of Heidelberg“ anzuhören. Er gibt dem jüngsten Buch von Heinz Strunk den Titel. Und er erklingt darin sehr oft aus den Lautsprechern eines italienischen Restaurants, das sich auf einem ehemaligen Fahrgastschiff am Neckar befindet.
Wenn man an diesen Punkt kommt, befindet man sich in einem Zustand von Neugier und Verlangen. So oft, wie die Romanhelden Bertram und Isolde das Lied hören müssen, braucht man dringend den eigenen akustischen Eindruck. Gut möglich, dass auch Solidarität mit den beiden der Antrieb ist. Und wenn sich dann der Ohrwurm festgesetzt hat mit dem Gesäusel von Peggy March, fühlt man sich den Figuren noch näher.
Gegenwartsliteratur
Herrlicher Ehe- und Urlaubsroman: „Memories of Heidelberg“ von Heinz Strunk
Der Schlager-Ohrwurm ist schnell da, aber Heinz Strunk schafft mit diesem Buch auch neue einprägsame Zeilen. Er zeigt sich wieder als Meister der Komik. Die Buchkritik.
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Heinz Strunk schreibt komisch und melancholisch.
© Christian Charisius/dpa
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