Arbeitsmarkt

Fachkräftemangel trotz Job-Krise: Das Paradox auf dem deutschen Ingenieurmarkt

Mehr arbeitslose Ingenieure als je zuvor, trotzdem Zehntausende offene Stellen. Was steckt hinter dem Paradox?

4 Min
Hier wird gebaut und gesucht: Allein im Bauingenieurwesen fehlen 34.150 Fachkräfte – so viele wie in kaum einer anderen Branche

Hier wird gebaut und gesucht: Allein im Bauingenieurwesen fehlen 34.150 Fachkräfte – so viele wie in kaum einer anderen Branche

© IMAGO/Zoonar.com/Wosunan Photostory

Der deutsche Ingenieur- und IT-Arbeitsmarkt sendet widersprüchliche Signale. Noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 2011 waren so viele Fachkräfte in technischen Berufen arbeitslos wie derzeit, und dennoch klagen Unternehmen über Tausende unbesetzte Stellen. Der neue VDI-/IW-Ingenieurmonitor, dessen Ergebnisse am Sonntag in Berlin vorgestellt wurden, beziffert die Zahl der Arbeitslosen in Ingenieur- und IT-Berufen im vierten Quartal 2025 auf 58.392. Das ist ein historischer Höchststand. Gleichzeitig verzeichnet die Statistik 96.760 offene Stellen – ein Rückgang von 18,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, aber immer noch ein enorm hohes Niveau.

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