Das Projekt läuft nun schon seit einigen Monaten. Vielleicht sind inzwischen sogar Jahre daraus geworden. So genau lässt sich das nicht mehr sagen, zu vertraut ist der Anblick. Es entwickelt sich vielversprechend, das Projekt auf dem Gehweg der Mollstraße, Ecke Karl-Liebknecht-Straße in Berlins City Ost.
Auf einer Fläche von schätzungsweise zehn Quadratmetern wurde es angelegt, umgeben von rot-weißen Absperrungen, wie sie im Straßenbau benutzt werden. Vermutlich wurden sie zum Schutz vor Vandalismus aufgebaut. Vandalismus ist in Berlin ein Problem. Ein Bäumchen wächst und gedeiht hinter dem Bauzaun; unberührte Natur im Betongrau der Großstadt.
Im Vorübergehen regt das Ensemble zum Nachdenken und die Fantasie an. Wer hat das arrangiert? Lebt eine vom Aussterben bedrohte Ameisenart auf diesem Fleckchen Erde? Waren hier Künstler am Werk, was wollen sie uns damit sagen? Oder pennt da einfach nur die zuständige Behörde?
Uglymeter
Berlins kleinste Baustelle: Das sagt sie über den Zustand dieser Stadt aus
In der City Ost wächst auf einem abgesperrten Geviert ein Bäumchen. Müll sammelt sich dort. Ist das Kunst oder einfach nur typisch Berlin?
4 Min
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Vergessene Baustelle oder kreatives Kunstwerk? Hinter einer Absperrung wächst in der Mollstraße ein Bäumchen.
© Christian Schwager/Berliner Zeitung
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