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US-Militär soll per E-Mail um „kreative“ Ideen im Iran-Krieg gebeten haben

Das US-Militär sucht im Iran-Krieg offenbar nach neuen Strategien. Das Zentralkommando Centcom soll Militäranalysten laut einem Bericht per E-Mail um Vorschläge gebeten haben.

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Ein Screenshot aus Centcom-Videomaterial zeigt nach Militärangaben Operationen zur Durchsetzung der Seeblockade gegen Iran.

Ein Screenshot aus Centcom-Videomaterial zeigt nach Militärangaben Operationen zur Durchsetzung der Seeblockade gegen Iran.

© US Central Command (CENTCOM)/AFP

Im Iran-Krieg greift das US-Militär offenbar zu einem ungewöhnlichen Mittel: Ein Offizier soll per E-Mail um Vorschläge gebeten haben.

„Wir suchen nach neuen, kreativen und unkonventionellen Wegen, um Druck auf den Iran auszuüben und ihn zu bestrafen“, schrieb demnach ein Offizier der Geheimdienstabteilung des US-Zentralkommandos (Centcom) in einer Nachricht an einen breiten Kreis von Militäranalysten, wie der US-Sender CNN unter Berufung auf zwei mit der Nachricht vertraute Quellen berichtet.

Eine der Quellen sagte, Centcom prüfe derzeit alle Optionen und müsse seine Strategie neu bewerten. Die Versendung einer solchen Nachricht per E-Mail gilt dem Bericht zufolge als ungewöhnlich. Centcom-Sprecher Timothy Hawkins erklärte laut CNN, Centcom habe „eine lange Tradition innovativen Denkens und Handelns“.

Keine Einigung in Sicht

In den vergangenen Wochen haben die USA den Iran aus der Luft wiederholt angegriffen – mit dem Ziel, dessen Fähigkeit zur Bedrohung der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu schwächen und Teheran zurück an den Verhandlungstisch zu zwingen, wie CNN berichtet. Eine Einigung ist bisher jedoch nicht in Sicht.

Trump erwägt laut dem Bericht eine Verschärfung, etwa neue Angriffe auf iranische Atomanlagen wie Pickaxe Mountain. Doch selbst Amerikas stärkste konventionelle Waffen könnten dort möglicherweise wenig ausrichten, sagen zwei mit der Planung vertraute Quellen laut CNN – denn die Anlagen liegen tief unter der Erde. Um sie zu zerstören, wären wohl Bodentruppen nötig, ein Risiko, das Trump bislang scheut.

Streit um die Straße von Hormus

Ein zentraler Streitpunkt bleibt zudem die Kontrolle über die Straße von Hormus, eine der wichtigsten weltweiten Routen für den Öltransport. Die strategisch bedeutende Passage, über sonst die rund ein Fünftel der weltweiten Rohöl- und Erdgaslieferungen transportiert wird, bleibt weitgehend blockiert.

Am Montag meldete ein Frachtschiff, es sei nahe der Meerenge vor Omans Küste von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Das teilte die britische Seefahrtbehörde UKMTO laut Reuters mit.

Die USA und Iran deuten den Konflikt gegensätzlich: Laut Reuters verlangt Washington unter Verweis auf ein Memorandum vom Juni, dass der Iran die Meerenge öffnet. Teheran gehe jedoch davon aus, der Text sichere ausdrücklich die eigene Hoheit über den Schiffsverkehr.

Widersprüchliche Angaben über Gespräche

Über den Stand möglicher Gespräche gibt es widersprüchliche Angaben. Trump sagte laut Reuters am Montag, Verhandlungen liefen „genau jetzt“, und sprach von einer „letzten Chance“ für Teheran.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, hatte laut dem Bericht zuvor erklärt, es gebe keine Verhandlungen mit den USA und keine geplanten Treffen. Die einzigen laufenden Gespräche seien Beratungen mit Oman über die Straße von Hormus.

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