Unwetter

Orkanböen bis 110 km/h: In diesen Regionen wird es jetzt gefährlich

Der DWD warnt vor Gewittern mit Starkregen, Hagel und Orkanböen bis 110 km/h. Der Überblick für Berlin, den Osten und den Rest Deutschlands.

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Blitze über Feld und Ortschaft: In der Nacht zum Mittwoch zogen erneut kräftige Gewitter über weite Teile Deutschlands. (Symbolbild)

Blitze über Feld und Ortschaft: In der Nacht zum Mittwoch zogen erneut kräftige Gewitter über weite Teile Deutschlands. (Symbolbild)

© Jan Eifert/Imago

Es war die zweite Gewitternacht in Folge. Der Deutsche Wetterdienst warnt für weite Teile Deutschlands vor Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen.

In Berlin trifft das Unwetter auf eine Stadt, deren Bäume nach Wochen Trockenheit ohnehin geschwächt sind.

Unwetter in Berlin: Das erwartet der DWD

Für Berlin und Brandenburg warnt der Wetterdienst bis Mittwochmorgen vor heftigem Starkregen mit bis zu 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, dazu Sturmböen um 90 Stundenkilometer und Hagel.

Auch der Mittwoch bringt keine Entwarnung: bis in den Vormittag Schauer, am Nachmittag und Abend erneut Gewitter, dazu 31 bis 35 Grad.

Unwetter in Deutschland: Wo es am heftigsten wird

Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg: orkanartige Böen bis 110 km/h, Starkregen bis 35 Liter pro Stunde, größerer Hagel. Die Gewitter ziehen später zur Ostsee.

Baden-Württemberg: örtlich 20 bis 40 Liter, vereinzelt bis 60 Liter, Hagelkörner bis drei Zentimeter und Böen bis 110 km/h.

Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz: 15 bis 25 Liter, regional bis 40 Liter, schwere Sturmböen um 90 km/h. Schwerpunkt in NRW ist die Südhälfte.

Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen: Starkregen um 20 Liter, Sturmböen bis 75 km/h, regional bis 40 Liter und 100 km/h.

Bayern: verbreitet Gewitter in Franken, an den Alpen bis 30 Liter, Hagel bis drei Zentimeter und Böen um 100 km/h.

Wie extrem der Dienstag war, zeigen die Messwerte: 39,4 Grad in Regensburg, eine Spitzenböe von 108,4 km/h auf dem Brocken. In Nordrhein-Westfalen mussten zwei Regionalzüge mit mehr als 250 Fahrgästen evakuiert werden.

Berliner Straßenbäume: Warum die Trockenheit die Lage verschärft

Der Sommer 2026 hat bislang weniger Gewitter gebracht als üblich, geprägt war er von langen Hochdruck- und Dürrephasen.

Gefährlich macht diese Nacht deshalb nicht die Zahl der Gewitter, sondern der Zustand, in dem sie die Stadt antreffen.

Berlins Straßenbäume stehen unter Trockenstress: enger Wurzelraum, verdichteter Boden, kein Zugang zum Grundwasser. Kronen lichten sich, Äste trocknen aus.

Felix Weisbrich, Leiter des Straßen- und Grünflächenamts in Friedrichshain-Kreuzberg, hat den entscheidenden Punkt schon vor Jahren benannt: Es ist der Wechsel aus langen Trockenperioden, Starkregen und Sturm, der den Bäumen wirklich zusetzt.

Was das bedeuten kann, zeigte sich am 31. Juli in Sachsen. Bei einem Sturm nahe dem Kurort Rathen wurde ein Mann von einem umstürzenden Baum tödlich getroffen, mehrere Menschen wurden verletzt. Wie unsere Schwesterzeitung Berliner Kurier berichtet, bleibt die Felsenbühne Rathen vorerst geschlossen.

Gewitter: Was Sie jetzt beachten sollten

Der Wetterdienst warnt vor Lebensgefahr durch Blitzschlag, dazu vor herabstürzenden Ästen, Hagelschlag und Aquaplaning.

Halten Sie nachts Abstand zu Bäumen – auch beim Parken. Balkonmöbel und Blumenkästen gehören gesichert.

Wer eine Kellerwohnung hat, sollte Lichtschächte und Abflüsse kontrollieren.

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Ab Donnerstag verlagert sich das Risiko in den Süden, vor allem an die Alpen und bis nach Niederbayern.

Am Freitag bleiben die Temperaturen verbreitet unter 30 Grad. Fürs Wochenende erwartet der Wetterdienst derzeit keine Wettergefahren mehr.

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