Die Gazeta Wyborcza zählt seit Jahren zu den einflussreichsten liberalen und proeuropäischen Zeitungen Polens. Agata Kondzińska gehört zu den wenigen Journalistinnen des Blattes, die zugleich enge Kontakte zu Politikern der PiS pflegen und regelmäßig über die internen Machtkämpfe im Umfeld von Jarosław Kaczyński berichten. Im Gespräch mit der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung (OAZ) spricht sie über die Krise der Regierung Donald Tusks, den wachsenden Einfluss der nationalistischen Rechten, die Zukunft der PiS und die politischen Weichenstellungen vor der Parlamentswahl im Jahr 2027.
Frau Kondzińska, beginnen wir mit dem großen Bild. Wo steht die polnische Politik heute – rund ein Jahr vor der Parlamentswahl?
Polen bleibt ein tief gespaltenes Land. Diese Polarisierung prägt die Politik bis heute. Das zeigt sich auch daran, dass keine dritte Kraft entstanden ist, die stark genug wäre, die Dominanz der beiden großen Lager zu durchbrechen: der Bürgerkoalition von Donald Tusk und der PiS von Jarosław Kaczyński.
Osteuropa
Polen: Die PiS zerbricht – beginnt jetzt das Ende der Ära Kaczyński?
Nach der Spaltung der PiS analysiert Agata Kondzińska die Machtkämpfe innerhalb der polnischen Rechten, Tusks Probleme und den offenen Ausgang der nächsten Wahl. Ein Interview.
18 Min
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Stimmung im Keller: Politikexpertin Agata Kondzińska beschreibt die aktuelle Krise Donald Tusks und seiner Regierung.
© IMAGO/DAMIAN BURZYKOWSKI
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