Wahlkampf

20.000 Euro für einen Autoreifen: So wollen Politiker die Berliner zu mehr Sauberkeit erziehen

Von kostenlosem Sperrmüll über Müll-Sheriffs bis zu einer Verpackungssteuer und horrenden Strafen: Im Wahlkampf erklären die Spitzenkandidaten, wie sie Berlin sauberer machen wollen.

8 Min
Raus aus dem Müllchaos: Im Wahlkampf versprechen die Parteien nun ganz unterschiedliche Rezepte für eine sauberere Hauptstadt.

Raus aus dem Müllchaos: Im Wahlkampf versprechen die Parteien nun ganz unterschiedliche Rezepte für eine sauberere Hauptstadt.

© Roshanak Amini/Berliner Zeitung am Wochenende

Alte Matratzen und Möbel stehen auf Gehwegen, und in Parks bleiben Flaschen, Verpackungen und Essensreste zurück. Im Wahlkampf sagen nahezu alle Parteien Berlins Müllchaos den Kampf an. Die Ideen reichen von kostenlosen Sperrmüllabholungen und einer Verpackungssteuer bis zu Müll-Sheriffs und Detektiven, Videoüberwachung und Bußgeldern von bis zu 20.000 Euro. Die AfD will „arbeitsfähige, nicht erwerbstätige Flüchtlinge“ bei der Müllbeseitigung einsetzen, die CDU Sozialleistungsempfänger Parks und Grünanlagen reinigen lassen. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach wiederum will den Berlinern die „Ist-mir-egal-Haltung“ abgewöhnen.

Dass Berlin ein Sauberkeitsproblem hat, ist für viele Einwohner längst Alltag. Drei Viertel der Berliner hielten ihre Stadt der Umfrage „Sauberkeit und Ordnung“ zufolge für dreckiger als andere Städte. Nun, wenige Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl am 20. September, ist das Thema auch im Wahlkampf angekommen. Auffällig ist dabei allerdings, wie ähnlich manche Lösungen von Parteien klingen, die politisch weit auseinanderliegen.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*