Abkühlung

Baden im Brunnen in Rom: Warum es einen Deutschen 450 Euro kostet

Ein Deutscher stieg bei Hitze in einen Brunnen in Rom. Die Polizei holte ihn heraus. Die Strafe hat es in sich.

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Der Najaden-Brunnen auf der Piazza della Repubblica.

Der Najaden-Brunnen auf der Piazza della Repubblica.

© Mauro Scrobogna/dpa

Ein deutscher Urlauber hat sich in Rom eine teure Erfrischung geleistet. Bei Temperaturen um die 40 Grad stieg der 42-Jährige in einen historischen Brunnen.

Was das Bad im Brunnen den Deutschen kostet

Die Polizei zog den 42-Jährigen aus dem Wasser des Najaden-Brunnens. Gegen ihn wurde eine Geldstrafe von 450 Euro verhängt, dazu kam das Platzverbot.

Zur genauen Herkunft des Mannes machten die Beamten keine näheren Angaben.

Einen Anlass für die Suche nach Abkühlung gibt es durchaus: In Rom hält eine Hitzewelle an, unter der Touristen und Einheimische seit Wochen leiden. Viele suchen nach Erfrischung – nur eben nicht überall dort, wo sie erlaubt ist.

Der Najaden-Brunnen an der Piazza della Repubblica

Der Vorfall ereignete sich am Najaden-Brunnen, auf Italienisch Fontana delle Naiadi. Er steht mitten auf der Piazza della Repubblica, einem zentralen Platz in Bahnhofsnähe.

Im Vergleich zu vielen berühmten Brunnen Roms ist er vergleichsweise jung. Errichtet wurde er 1901 nach dem Vorbild der Belle Époque.

Seinen Namen tragen die Najaden – Wassernymphen aus der griechischen Mythologie.

Warum Baden in einem Brunnen in Rom verboten ist

In Rom ist es bereits seit vielen Jahren per Verordnung untersagt, in einen der zahlreichen historischen Brunnen zu steigen, darin zu baden oder zu tauchen. Verstöße können, wie im aktuellen Fall, mit einer Geldstrafe geahndet werden.

Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass Menschen ins Wasser klettern. Betroffen sind vor allem Touristen, gelegentlich aber auch Einheimische.

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Der Grund für das strikte Verbot liegt auch in der Vergangenheit: Immer wieder wurden Brunnen bei solchen Aktionen beschädigt.

Trevibrunnen und „La Dolce Vita“: der berühmteste Sprung ins Wasser

Besonders beliebt für solche Auftritte ist der Trevibrunnen. Seine Popularität als Kulisse verdankt er auch dem Kino.

In Federico Fellinis Filmklassiker „La Dolce Vita“ ist die berühmte Badeszene mit Anita Ekberg und Marcello Mastroianni entstanden – eine der bekanntesten Aufnahmen der Filmgeschichte.

Was viele nicht wissen: Die scheinbar sommerliche Szene wurde keineswegs bei Hitze gedreht. Sie entstand im März 1959, und der war sehr kalt.

Nasoni: Wo Abkühlung in Rom kostenlos und erlaubt ist

Wer in Rom Durst hat oder sich erfrischen möchte, muss nicht in ein historisches Denkmal steigen. Über die ganze Stadt verteilt gibt es zahlreiche Trinkbrunnen, die sogenannten Nasoni.

An ihnen kann man sich kostenlos mit Wasser versorgen – ganz legal und ohne Geldstrafe.

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