Steglitz-Zehlendorf

„Viele sind überfordert, und ich verstehe es“ – eine CDU-Hochburg driftet ab

Im gutbürgerlichen Südwesten reagieren viele gereizt auf die derzeitige Politik. Auf der Schloßstraße treffen wir nur Leute, die mit links oder rechts liebäugeln.

Matthias Zachel
8 Min
Die Stimmung unter dem Bierpinsel ist angespannt: In Steglitz-Zehlendorf ist von christlicher Nächstenliebe nicht mehr so viel zu spüren.

Die Stimmung unter dem Bierpinsel ist angespannt: In Steglitz-Zehlendorf ist von christlicher Nächstenliebe nicht mehr so viel zu spüren.

© Charlotte Hansel für Berliner Zeitung

Eines steht fest: Sie werden alle wählen gehen. Das ist eines der wenigen Dinge, denen hier alle zustimmen.

Sei es der Bauleiter Micha M., die Sozialarbeiterin Jule Friedrich, oder sei es Max A. aus der queeren Community. Im wahltüchtigsten Bezirk Berlins wollen sie bei der Abgeordnetenhauswahl am 20. September ihr Kreuz setzen, auch Freunde und Bekannte, selbstverständlich. Immerhin diese Statistik scheint noch zu stimmen. Denn eine andere könnte bald fallen: dass Steglitz-Zehlendorf eine CDU-Hochburg ist.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*