Kolonialerbe

Kampf um die letzten Kolonien: Der Globale Süden will die Landkarte neu zeichnen

Von den Falklandinseln bis Chagos: Wie der Globale Süden die letzten Kolonialreste des Westens rechtlich und moralisch infrage stellt. Eine Kolumne.

Raffaele Marchetti
5 Min
Argentinische Spieler nach dem Spiel gegen England mit einem Banner zu den Falklandinseln.

Argentinische Spieler nach dem Spiel gegen England mit einem Banner zu den Falklandinseln.

© MB Media/imago

Als die argentinische Nationalmannschaft ihren hart erkämpften Sieg im WM-Halbfinale gegen England feierte und dabei ein Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas son Argentinas“ (übersetzt: Die Falklandinseln sind argentinisch) schwenkte, sorgte das für einen Schock in der Sportwelt. Kritiker verurteilten den „Skandal“ als inakzeptable Politisierung des Spielfelds. Doch für Millionen Menschen im Globalen Süden war die Geste keine bloße Provokation, sondern eine eindringliche Erinnerung an ein unerledigtes historisches Anliegen.

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