Charlottenburg, ein Nachmittag im Spätsommer vor der Wahl. Die Sonne fällt schräg auf die Wilmersdorfer Straße, irgendwo klappern Kaffeetassen, ein Fahrrad klingelt. Charlottenburg-Wilmersdorf zählt 343.625 Einwohner, so viele wie kaum je zuvor, und gilt seit jeher als bürgerlicher Bezirk mit vergleichsweise günstiger Sozialstruktur.
Fast die Hälfte der Menschen hier, 47,3 Prozent, hat eine Migrationsgeschichte – die größten Gruppen kommen aus der Türkei, der Ukraine und Polen.
Im Juli 2026 waren in Charlottenburg-Wilmersdorf 16.490 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 9,6 Prozent und lag damit unter dem Berliner Durchschnitt von 10,4 Prozent.
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Ein CDU-Wähler schimpft über Wegner, ein Türke setzt seine Hoffnung aufs BSW, ein Nichtwähler resigniert. Stimmen aus einem Bezirk, der sich bürgerlich gibt und trotzdem brodelt.
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Die Wilmersdorfer Straße in Charlottenburg
© Kate Schultze für Berliner Zeitung
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