Volksbühne

Betroffener zum Volksbad: „Man möchte Rassismus überwinden, benutzt dafür aber die Hautfarbe“

Ein Schwarzer Berliner kritisiert die Volksbühne, bedauert den rassistischen Shitstorm und erklärt die Idee von Empowerment und geschützten Räumen. Was seiner Meinung nach gegen Rassismus hilft.

7 Min
Blick durch das Räuberrad auf das Volksbad. Das Pop-up-Freibad der Volksbühne ist zum Streitgegenstand geworden.

Blick durch das Räuberrad auf das Volksbad. Das Pop-up-Freibad der Volksbühne ist zum Streitgegenstand geworden.

© Imago

Ein Schwimmnachmittag im Pool der Volksbühne ausschließlich für die Schwarzen Communitys Berlins sollte deren Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum bieten. Stattdessen entstand eine Debatte, die von einem rechten Shitstorm und schließlich von Gewaltandrohungen überschattet wurde, sodass die Veranstaltung abgesagt wurde und das Bad geschlossen blieb. Am Freitag hängte das Theater einen „Fickt euch!“-Schriftzug auf und es kamen Leute, die vor dieser Kulisse für die AfD Wahlkampf machten. Am Sonnabend wurde das Bad mit einem solidarischen Anbaden wiedereröffnet. Wie erlebt jemand, der selbst betroffen ist, diesen Streit, und was hält er von der Maßnahme? Wie begegnet ihm Rassismus im Alltag und was empfiehlt er dagegen? Der Mann, der hier aus seinen Erfahrungen heraus spricht, möchte anonym bleiben. Sein Name ist der Redaktion bekannt. Er lebt seit über 20 Jahren in Deutschland, wurde hier auch geboren und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Universität.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*