Aus Berlin sind im ersten Halbjahr 2026 deutlich weniger Menschen abgeschoben worden als im Vorjahreszeitraum. Zwischen Januar und Juni verließen 546 Personen im Rahmen einer Rückführung die Hauptstadt, wie aus einer veröffentlichten Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus hervorgeht. Im ersten Halbjahr 2025 waren es mit 804 Menschen noch rund ein Drittel mehr.
Die größte Gruppe der Betroffenen kam laut Senatsverwaltung aus der Republik Moldau mit 171 Personen, gefolgt von 87 Menschen mit georgischer Staatsangehörigkeit. Sieben der Abgeschobenen hatten die afghanische Staatsangehörigkeit. Insgesamt gab es zwölf Sammelabschiebungen, die sämtlich in ost- und südosteuropäische Länder führten. Zehn Rückführungen erfolgten in Drittstaaten.
111 Minderjährige in Gewahrsam
Aus den Angaben der Innenverwaltung geht zudem hervor, dass 63 Personen zwischen 21 und 6 Uhr nachts zum Zweck der Abschiebung festgenommen wurden. Die Mehrheit der Betroffenen – 373 Menschen – kam im Zusammenhang mit ihrer Rückführung in Gewahrsam. Darunter befanden sich nach den Zahlen der Senatsverwaltung auch 111 Minderjährige. 134 Personen und damit knapp jede vierte wurden direkt aus der Strafhaft abgeschoben.
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