Der Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg (BER) belegt in einer aktuellen Untersuchung des Online-Händlers Mouser Electronics den dritten Platz unter den technologisch fortschrittlichsten Flughäfen Deutschlands. Vor dem BER, der 80,3 von 100 möglichen Punkten erreichte, rangieren lediglich die Airports in Frankfurt am Main und München.
Für das Ranking wurden die 25 größten und meistfrequentierten Flughäfen Deutschlands in drei gewichteten Kategorien bewertet: Flughafenqualität (einschließlich Google-Bewertungen), Basistechnologie wie etwa der W-Lan-Empfang sowie der Einsatz moderner Technologien, zu denen unter anderem KI-Chatbots zählen.
Laut den Studienautoren punktet der BER vor allem mit digitalen Passagierdiensten, integrierten Betriebsabläufen und moderner Sicherheitstechnik. Zu den hervorgehobenen Innovationen gehört eine der größten CT-Sicherheitskontrollen Deutschlands, KI-gestützte Gepäckkontrollen sowie fortschrittliche Systeme zur Sprengstofferkennung. Beim Passagiererlebnis nennen die Autoren Dienste wie „BER Biometrics“ für den biometrischen Zugang und „BER Runway“ zur Buchung von Zeitfenstern für die Sicherheitskontrolle.
Passagierzahlen weiter unter Vor-Corona-Niveau
Während der BER technologisch punktet, entwickeln sich die Verkehrszahlen rückläufig. Nach Angaben des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg zählte der Flughafen im ersten Halbjahr 11,9 Millionen Fluggäste – 1,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Starts und Landungen sank um 3,2 Prozent auf 89.505. Auch bei der Luftfracht verzeichnete der Flughafen ein Minus von 7,3 Prozent.
Der Abstand zum Rekordjahr 2019 bleibt deutlich: Damals wurden an den Vorgänger-Standorten Tegel und Schönefeld im ersten Halbjahr rund 17,5 Millionen Passagiere gezählt, bei 145.000 Starts und Landungen – noch vor der Eröffnung des BER.
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