Er ist noch nie im Einsatz verletzt worden, immerhin. Aber brenzlig wird es immer mal wieder. Der Mann ist Anästhesist und arbeitet als Notarzt im Berliner Rettungsdienst. „Es kommt vor, dass man von bestimmten Personengruppen körperlich bedrängt wird“, sagt der Mediziner, der im Gespräch mit der Berliner Zeitung anonym bleiben möchte. „Das können Betrunkene sein, die einen umringen, oder unter Drogeneinfluss stehende junge Männer, auch Jugendliche.“ Die würden meist in der Gruppe auftreten und sich gegenseitig hochschaukeln.
Der Alltag für Sanitäter der Feuerwehr, für Notärzte und Pfleger in den Rettungsstellen wird seit einigen Jahren immer härter. Etwa, wenn es auf offener Straße wieder eine Auseinandersetzung unter mehreren Gruppen gab – nicht selten unter arabischstämmigen Männern. Dann müssen vor Ort die Schwerverletzten versorgt werden. Oft sind es Stichwunden und in letzter Zeit immer mehr Schusswunden.
Gewalt
„Die Clans treten immer gleich auf“: So brutal geht es in Berlins Rettungsstellen zu
Die Zahl der gewalttätigen Übergriffe nimmt immer weiter zu. Ein Arzt, ein Pfleger und ein Wachmann schildern, was sie täglich erleben.
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Polizeieinsatz an der Rettungsstelle des Urban-Krankenhauses
© Morris Pudwell
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