Brandenburg

Kleinmachnow ist dichter besiedelt als Potsdam – und das ist erst der Anfang

Erstmals seit 2013 verliert Brandenburg Einwohner – obwohl der Zuzug so hoch war wie lange nicht. Das ist leicht zu erklären, doch längst nicht banal.

3 Min
Das 1170 gegründete Kloster Zinna in Jüterbog im Landkreis Teltow-Fläming im Bundesland Brandenburg

Das 1170 gegründete Kloster Zinna in Jüterbog im Landkreis Teltow-Fläming im Bundesland Brandenburg

© Joko/Imago

Am Jahresende 2025 lebten 2.551.889 Menschen in Brandenburg. Das sind 4858 weniger als ein Jahr zuvor – der erste Rückgang seit 2013.

Bemerkenswert ist nicht der Rückgang selbst, sondern wie er zustande kommt. Nach Brandenburg zogen 2025 deutlich mehr Menschen, als es verließen: Der Wanderungsgewinn lag bei 16.626 Personen. Aufgehoben wurde er durch einen Sterbeüberschuss von 21.248 – dem höchsten seit der Wiedervereinigung.

Das Land verliert also nicht, weil es unattraktiv wäre. Es verliert, weil eine Generation stirbt, die in den Neunzigerjahren keine Kinder mehr bekommen hat, und weil der Zuzug diese Lücke rechnerisch nicht mehr schließt.

Dass dieser Zuzug regional extrem ungleich verteilt ist, macht die zweite Zahl deutlich: Das Berliner Umland wuchs um 2363 Menschen auf 1.043.189. Der weitere Metropolenraum – also alles, was weiter als eine Pendelfahrt von Berlin entfernt liegt – verlor im selben Jahr 7221 Einwohner.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*