Iran-Krieg

Berichte: Verkehr durch Straße von Hormus geht zurück – Mehrere Tanker ändern Kurs

US-Präsident Trump erklärte, die Straße von Hormus sei für den Schiffsverkehr offen. Zuletzt wurden einem Bericht zufolge jedoch weniger Durchfahrten verzeichnet.

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Handelsschiffe liegen in der Nähe von Chasab, einer Kleinstadt im Norden Omans, in der Straße von Hormus.

Handelsschiffe liegen in der Nähe von Chasab, einer Kleinstadt im Norden Omans, in der Straße von Hormus.

© Wen Xinnian/Xinhua/dpa

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus hat zuletzt offenbar erneut abgenommen. Am Dienstag passierten nur noch sechs Handelsschiffe die Meerenge – nach neun am Vortag und deutlich unter dem Zehn-Tage-Durchschnitt von elf Schiffen, berichtete Reuters unter Berufung auf Daten des Analyseunternehmens Kpler.

Der Verkehr umfasste dem Bericht zufolge einen sehr großen Rohöltanker und zwei weitere Tanker, die in die Meerenge einfuhren, sowie zwei Tanker und ein Frachtschiff, die sie verließen. Hintergrund ist demnach die anhaltende Unsicherheit über eine mögliche Wiederöffnung der Meerenge.

Widersprüchliche Signale zur Straße von Hormus

Zu der Lage in der Straße von Hormus gibt es widersprüchliche Signale. US-Präsident Donald Trump erklärte am Dienstag auf Truth Social, es fänden keine Gespräche mit dem Iran statt – und bestand darauf, dass die Meerenge „offen und in Betrieb“ sei. Damit widersprach Trump laut Reuters der iranischen Position, wonach sie für die Schifffahrt weiterhin geschlossen bleibe.

Laut Bloomberg nannte Irans Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf zudem Bedingungen für eine Wiedereröffnung: Washington müsse unter anderem seine Seeblockade aufheben, Ölsanktionen zurücknehmen und Militäroperationen beenden.

Bericht: Mehrere Tanker ändern Kurs

Mehrere mit China verbundene Supertanker änderten zuletzt in oder auf dem Weg zur Straße von Hormus ihren Kurs, wie Bloomberg unter Berufung auf Schiffverfolgungsdaten berichtet. Demnach war die „Sea V“ mit irakischem Rohöl beladen auf dem Weg Richtung Straße von Hormus, drehte dann jedoch um und liegt nun am Eingang der Meerenge still.

Die „Hestia“ fuhr Bloomberg zufolge entlang der omanischen Küste in den Golf ein, änderte dann aber den Kurs und lief wieder hinaus. Auch die in Richtung Irak fahrende „Erecter“ habe kehrtgemacht.

Warum die Schiffe plötzlich ihren Kurs änderten, ist laut Bloomberg unklar. Die drei sehr großen Rohöltanker fahren demnach unter der Flagge Hongkongs und meldeten chinesische Besatzungen an Bord. Vor Beginn des Iran-Kriegs passierten nach Angaben von Reuters täglich mehr als 130 Schiffe die Meerenge.

Schiff von unbekanntem Projektil getroffen

Die Sicherheitslage in der Straße von Hormus bleibt angespannt. Nach Angaben von Reuters meldete die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO am Dienstag, ein Schiff sei beim Verlassen des Golfs entlang der omanischen Küste von einem unbekannten Projektil getroffen worden.

Trotz der Bedrohung passieren laut Bloomberg weiterhin Schiffe die Straße von Hormus in beide Richtungen – teils jedoch mit abgeschalteten Transpondern, also ohne ihre Position zu melden. Beispielsweise sei der Öltanker „Sweden Prosperity“ offenbar mit abgeschalteten Transpondern in den Golf gefahren und gebe nun Dubai als Ziel an.

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Auch abseits der Straße von Hormus bleibt die Lage angespannt. Die jemenitischen Huthis hatten nach Reuters-Angaben am 20. Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien erklärt. Kpler-Daten verzeichneten dem Bericht zufolge 30 Handelsschiffe an der Meerenge Bab el-Mandeb, im Vergleich zu 19 Schiffen in der Vorwoche. Allerdings habe es zuletzt keine nachverfolgbaren saudischen Öllieferungen gegeben.

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