Kasachstan verfolgt seit seiner Unabhängigkeit 1991 eine bemerkenswerte Strategie einer Balance zwischen den großen Machtzentren Eurasiens. Russland, China, die USA und die Europäische Union sind für Astana zugleich wirtschaftliche Partner, politische Bezugspunkte und Unterstützer bei der Entwicklung des zentralasiatischen Binnenlandes. Dieses Konzept wird als „multivektorale Außenpolitik“ bezeichnet. Es bedeutet nicht Neutralität im klassischen Sinne, sondern den Versuch, möglichst viele Beziehungen gleichzeitig zu pflegen und daraus strategischen Spielraum zu gewinnen.
Zentralasien
Kasachstan zwischen USA, China und Russland: Grenzen einer flexiblen Außenpolitik
Der KI-Wettbewerb der Großmächte bedroht Kasachstans multivektorale Außenpolitik. Kann Astana der Blockbildung widerstehen? Eine Analyse.
4 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Präsident Tokajew versteht es, sein Land zwischen den Großmächten zu behaupten – nun fordern die USA und China klare Bekenntnisse.
© Sergei Bobylev/imago
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*