Er hat sich tief eingearbeitet in die Stimmung im Lande, obwohl die Politik nicht unbedingt sein Fach ist. Aber die Wut in Ost und West, die sich jetzt, so kurz vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, noch einmal besonders entlädt, ist natürlich auch Matthias Schmidt nicht entgangen – er lebt in diesem Bundesland. Doch statt an den politischen Rändern nach möglichst schrillen Stimmen zu suchen, wollte der Dokumentarfilmer vor allem der oft stillen Unzufriedenheit in der Mitte der Gesellschaft zuhören. Im Interview spricht Schmidt darüber, was Ost und West dabei verbindet und noch immer trennt, warum die eigene Geschichte für viele Ostdeutsche bis heute eine empfindliche Stelle ist und weshalb Journalisten nicht jedes Gespräch mit ihrer eigenen Haltung „garnieren“ müssen.
Wut
MDR-Kulturjournalist Matthias Schmidt im Interview: „Im Osten ist die Zündschnur kürzer“
In fünf Filmen hat sich der Grimme-Preisträger aus Sachsen-Anhalt mit der Befindlichkeit in Deutschland befasst. Wird er nach den Wahlen in seinem Bundesland weiter berichten?
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Matthias Schmidt (r.) bei der Vorstellung seiner fünften Reportage im Theater Naumburg
© MDR
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