Konzert

Kraftklub in der Wuhlheide: Wenn sich Stadionrock nach einer Garagenband anfühlt

Trotz Dauerregens und 15 Grad im August tanzt die Wuhlheide bei der Indierock-Band aus Karl-Marx-Stadt ausgelassen bis zum Schluss. Wie machen die das?

Arthur Bertelsmann
Arthur Bertelsmann
3 Min
Kraftklub-Sänger Felix Brummer beim Konzert live in der Wuhlheide

Kraftklub-Sänger Felix Brummer beim Konzert live in der Wuhlheide

© DAVIDS/Dirk Pagels

Die Indierock-Band Kraftklub hat einen bemerkenswerten Spagat geschafft. Schon seit über zehn Jahren gehört die Gruppe mit Frontmann Felix Kummer zu einem der beliebtesten Artists im deutschsprachigen Raum und trotzdem haben es die inzwischen doch weit über 30-jährigen Jungs geschafft, nicht als reiner Entertainment-Pop abgetan zu werden.

Die Gefahr besteht durchaus, denn Kraftklub haben zwar mit ihrem krachig-spaßigen Punkrock-Sound einen überdeutlichen Wiedererkennungswert, allerdings auch den unschönen Nebeneffekt, dass nicht jeder Song eine einzigartige Perle ist. Das im November letzten Jahres erschienene Album „Sterben in Karl-Marx-Stadt“ schafft aber tatsächlich den Absprung von der Spaß-Rocktruppe hin zu erwachsenen und melancholischen Songtexten, unterlegt mit traumhaften Beats.

Und so erwartet man auch trotz 15 Grad und Regen (im August!) vor Beginn des Konzerts in der Wuhlheide neben Feiergarantie auch die – passend zum Wetter – sorgfältig gesetzte Traurigkeit aus dem letzten Album der aus Karl-Marx-Stadt (seit 1990 wieder Chemnitz) stammenden Jungs.

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