Nach dem Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals war Marin Ljubicic in Reihen des 1. FC Union Berlin der gefeierte Mann. Zwei Tore hatte der Joker beim 4:2 (1:1)-Sieg in Braunschweig selbst erzielt, ein weiteres vorbereitet. Rani Khedira lobte hinterher den „einwandfreien Charakter“ des Matchwinners. Die Stimmen zum Spiel!
Packender Pokalfight: Union zieht in Braunschweig in die nächste Runde ein
Rani Khedira: Ich habe schon vor dem Spiel gesagt, dass Braunschweig das härteste Los war, das wir hätten bekommen können. Wir haben uns gut auf sie vorbereitet, sind trotzdem zweimal in Rückstand geraten. Es war in der Vorbereitung immer wieder ein Thema, wie wir mit Rückschlägen umgehen und dass wir dann trotzdem in einer neutralen Mitte bleiben. Das haben wir sehr gut gemacht, auch, als wir dann in Führung lagen, haben wir konsequent den Weg zur Entscheidung gesucht. Es gibt noch einige Themen, an denen wir weiterhin arbeiten müssen. Trotzdem ist uns heute schon viel gelungen, sonst hätten wir hier keine vier Tore geschossen.
Marin hat eine längere Leidenszeit hinter sich. Speziell das letzte Halbjahr, in dem er mit Düsseldorf in die 3. Liga abgestiegen ist, war ganz sicher nicht einfach. Der Junge hat aber einen einwandfreien Charakter. Auch, wenn er bei uns nicht im Kader stand, hat er immer Vollgas gegeben und nie schlechte Stimmung in die Mannschaft gebracht. Er hat sich das einfach verdient.
Marin Ljubicic: Was soll ich sagen? Ich bin sehr glücklich für die Mannschaft, den Verein und auch für mich selbst. Unser Ziel war es, die nächste Runde zu erreichen. Das haben wir geschafft und deswegen war es für uns ein guter Start, bevor es nächste Woche in der Bundesliga losgeht. Speziell das letzte Jahr war nicht einfach für mich. Erst habe ich lange nicht gespielt bei Union, dann habe ich mich in Düsseldorf auch noch verletzt. Jetzt will ich einfach nur nach vorne schauen und zeigen, dass ich der Mannschaft helfen kann. Ich möchte auch weiter bei Union bleiben!
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Lars Kornetka (auf der Pressekonferenz): Wir hätten uns heute natürlich gewünscht, in die zweite Runde einzuziehen. Ich finde, dass wir uns über weite Strecke des Spiels auch erarbeitet haben, diese Möglichkeit zu bekommen. Wir hatten immer wieder gute Spielphasen, sind in Situationen gekommen, die wir uns vorher auch genauso vorgestellt hatten. Nach unserer Führung hatten wir mit dem Ball ein paar Probleme, weil Union uns gut zugestellt hat. Zum Ende der ersten Halbzeit haben wir es geschafft, das Spiel wieder mehr auf unsere Seite zu ziehen. In der zweiten Halbzeit waren mit Ball sehr dominant, leider konnten wir defensiv gegen die kopfballstarken Spieler von Union nicht alles verteidigen. Wir haben zu viele Standardsituationen gegen uns bekommen, aber ich will meiner Mannschaft deshalb keinen Vorwurf machen.
Mauro Lustrinelli (auf der Pressekonferenz): Eintracht Braunschweig hat es gut gemacht. Sie haben genau das Spiel gemacht, was wir im Vorfeld erwartet haben. Trotzdem sind wir gut ins Spiel gekommen, haben es aber verpasst, dabei in Führung zu gehen. Später geraten wir zweimal in Rückstand, die Mannschaft hat aber eine gewisse Ruhe bewahrt. Sie hat weitergespielt als wäre nichts passiert. Mit unseren Wechseln konnten wir in der zweiten Halbzeit viel Erfahrung auf den Platz bringen und hatten dann eine bessere Organisation. Ich denke, dass es zum Schluss ein verdienter Sieg ist.
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