Der Deutsche Wetterdienst hat für diesen Montag bundesweit keine einzige Warnung ausgegeben. Im Südwesten sind bis zu 28 Grad möglich, im Nordosten bleibt es deutlich kühler. In der Nacht zum Dienstag zieht von Frankreich und der Schweiz her gewittriger Regen heran.
Im Nordosten stand am Morgen noch Nebel in den Senken der Mittelgebirgstäler, stellenweise mit Sichtweiten unter 150 Metern. Im Südwesten löst sich die Bewölkung dagegen schon früh auf.
Dazwischen wächst ein Hochdruckgebiet heran, das sich bis Mitte der Woche bis über Skandinavien ausdehnen und dort als Blockadehoch festsetzen kann.
Wetter heute: 28 Grad und keine Warnung
Der Deutsche Wetterdienst erwartet im Norden und Osten heiteres, zeitweise wolkiges Wetter, an der Küste sind einzelne kurze Schauer möglich. Sonst scheint vielfach die Sonne, von Südwesten ziehen im Tagesverlauf Wolkenfelder auf.
Die Höchstwerte liegen bei 22 bis 25 Grad, im Südwesten bei bis zu 28 Grad. Für Berlin und Brandenburg laufen die Prognosen auf Werte um 24 Grad hinaus.
Auf der amtlichen Warnkarte stand am Morgen um 7.05 Uhr für keine einzige Gemeinde eine aktive Warnung. Es ist der erste warnfreie Tag nach einer Woche mit Orkanböen, Hagel und Starkregen.
Für den Abend gilt trotzdem: Wo einzelne Schauerzellen entstehen, lässt sich verlässlich erst wenige Stunden vorher sagen. Wer draußen plant, sollte die amtlichen Warnungen und die Warn-App Nina am Nachmittag noch einmal prüfen.
Dienstag: Gewitterregen von Frankreich her
In der Nacht zum Dienstag nimmt die Bewölkung im Südwesten zu, zum Morgen greift von Frankreich und der Schweiz her teils gewittriger Regen über.
Am Dienstag bleibt die Nordosthälfte sonnig und trocken. Im Südwesten regnet es bereits am Vormittag gebietsweise, im Lauf des Tages erfasst der Regen den Süden und die Mitte, später kommen dort Schauer und einzelne Gewitter dazu. Die Höchstwerte liegen zwischen 20 und 27 Grad.
Am Mittwoch fällt im Westen und Südwesten schon vormittags etwas Regen. Sonst bleibt es zunächst trocken und zeitweise sonnig, im Tagesverlauf entstehen abseits des Nordostens Schauer und Gewitter.
24 Grad Unterschied an einem Tag
Für die vergangene Nacht hatte der Wetterdienst im Osten und in der Mitte Tiefstwerte von 9 bis 4 Grad vorhergesagt, im Norden und im äußersten Südwesten 13 bis 10 Grad. Zwischen diesen 4 Grad und den 28 Grad des Nachmittags liegen 24 Grad an einem einzigen Tag.
Solche Spannen entstehen in klaren Hochdrucknächten Ende August: Über der trockenen Luft strahlt die Wärme des Tages ungehindert ab, tagsüber steht die Sonne aber noch hoch genug für spätsommerliche Werte.
Für die Nacht zum Mittwoch fällt die Spanne kleiner aus. Im Westen kühlt es dann nur noch auf 17 bis 14 Grad ab, im Osten auf 13 bis 10 Grad.
Dürre: In 1,80 Meter Tiefe fehlt das Wasser
Für die Böden ist die trockene Hochdruckphase keine gute Nachricht. Der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung weist im Süden und in der Mitte Deutschlands für den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe schwere bis extreme Dürre aus, während der Norden deutlich feuchter dasteht.
Das Hoch bringt die Wärme zurück. Das Wasser bringt es nicht.
Hinzu kommt die Monatsbilanz: Die Modelle sehen den August 2026 rund drei Grad über dem langjährigen Mittel, mit der größten Abweichung in der Südhälfte. Die Schauer der vergangenen Woche haben den Oberboden befeuchtet, an der Tiefe wenig geändert.
Mondfinsternis am Freitag: 93 Prozent verdunkelt
Am Freitagmorgen zieht der Vollmond tief durch den Erdschatten. Bei der partiellen Mondfinsternis verdunkelt sich die Mondscheibe zu bis zu 93 Prozent, das Maximum fällt laut Timeanddate auf 6.12 Uhr. Wer etwas sehen will, braucht freie Sicht nach Westen und einen wolkenarmen Himmel.
Ob der Himmel frei bleibt, ist offen. Die Wochenvorhersage des Wetterdienstes hielt zuletzt für Donnerstagnachmittag kräftige Gewitter mit Hagel und heftigem Starkregen für möglich. Andere Modellrechnungen sehen dagegen ein stabiles Hoch und für den 28. und 29. August wieder mehr als 30 Grad.
Viel Zeit bleibt am Freitag ohnehin nicht: In Berlin geht der Mond um 6.17 Uhr unter, fünf Minuten nach dem Maximum.
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