TV-Kritik

Die ARD macht Escort zum glamourösen Statement – die CDU dürfte sich empören

Die ARD-Serie „Selling Sex“ inszeniert Escort als glamouröses Geschäft und erzählt zugleich von Abhängigkeiten, Freundschaft und Liebe. Ella Morgen überzeugt als Studentin mit Doppelleben.

4 Min
Nelly (Ella Morgen) ist in ihrem neuen Leben angekommen.
              Szene aus „Selling Sex“, Folge 6

Nelly (Ella Morgen) ist in ihrem neuen Leben angekommen. Szene aus „Selling Sex“, Folge 6

© ARD Degeto

Im flirrenden Intro dreht sich das Roulette, flattern die Geldbündel, rekelt sich eine Frau auf dem Laken – und würgt schließlich teuren Schmuck heraus. Die ARD-Serie „Selling Sex“ zeigt käuflichen Sex als besonderes Luxusgut. Die Wirtschaftsstudentin Nelly (Ella Morgen) steht zu Beginn im Slip auf einem Hotelbalkon und erzählt, warum sie als Escort-Girl „Aurora“ anfing: Sie hat sich für das Studium an der Privatuniversität hoch verschuldet, glaubt nicht mehr an ihre Karrierechancen und hat auch kein prickelndes Liebesleben.

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