Ab dem 1. Januar 2027 dürfen die EU-Staaten kein russisches Flüssigerdgas (LNG) mehr importieren. Für europäische Unternehmen mit langfristigen Verträgen hat Brüssel nach Druck aus Griechenland allerdings eine Ausnahme geschaffen: Sie dürfen ihre vertraglich gebundenen Mengen noch bis zum 25. Juli 2027 kaufen und an Abnehmer außerhalb der EU verkaufen.
Doch diese Konstruktion dürfte Europa kaum Ersatzlieferungen verschaffen. Das berichtet die Energieplattform Montel News unter Berufung auf mehrere Branchenexperten. Demnach können europäische Konzerne ihre russischen Vertragsmengen voraussichtlich nicht gegen LNG aus den USA, Katar oder anderen Lieferländern tauschen. Logistische, wirtschaftliche und rechtliche Hürden machten solche Swap-Geschäfte „unwahrscheinlich“, heißt es. Die Ausnahme helfe damit vor allem Russlands Yamal-Terminal und dessen europäischen Vertragspartnern – nicht aber Europas Gasversorgung im kommenden Winter.
Sanktionen
EU erlaubt Weiterverkauf von russischem LNG: Experten zerlegen Hoffnung auf Ersatzgas
Die EU erlaubt Konzernen, russisches LNG an Drittstaaten zu verkaufen. Dafür könnte Europa Ersatzlieferungen erhalten – doch Experten zweifeln an dem Tausch.
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Russisches LNG darf wegen einer EU-Ausnahme weiter in Drittstaaten fließen. Doch Europa erhält dafür kaum Ersatz.
© Sergei Krasnouhov/imago
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