Kino

„Strange River“ mit drei Special-Screenings in Berlin: Der Flussgeist, der ihn rief

Grandioses Coming-of-Age-Kino: In seinem Debüt-Langfilm „Strange River“ erzählt Jaume Claret Muxart in flirrenden Sommerbildern von der Bittersüße des Erwachsenwerdens. Die Kritik.

4 Min
Alexander (l.) und Dídac: Protagonisten im Drama „Strange River“

Alexander (l.) und Dídac: Protagonisten im Drama „Strange River“

© Salzgeber

Wenn der Sommer flirrt, glitzert das Wasser. Zumindest an der Oberfläche. Dídac (Jan Monter Palau), 16, unternimmt mit seiner Familie eine ausgedehnte Fahrradtour entlang der Donau. Familie, das heißt: Mama, Papa und die beiden etwas jüngeren Brüder. Eine katalanische Familie, die durch Süddeutschland radelt. Wieso eigentlich nicht? Die Deutschen machen ja auch Barcelona unsicher.

Doch Dídacs Familie hat keinen All-inclusive-Urlaub gebucht. Nein, man nächtigt bodenständig: in Zelten auf Campingplätzen. Manchmal regnet es in Strömen. Manchmal liegen (auch deshalb, aber längst nicht nur) die Nerven blank. Stets ist er dabei nah: der Fluss, immerzu in Bewegung. Und jemand scheint darin und daran dubios zu leben.

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