Schießereien

Pfusch bei Schutzwesten: Berlin will Schadenersatz von Rheinmetall

Bei Beschuss-Versuchen durchdrangen die Geschosse die Panzerung. Für Polizisten wird das lebensgefährlich und für die Steuerzahler teuer.

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Die Panzerung in den Westen hat die Beamten nicht ausreichend geschützt.

Die Panzerung in den Westen hat die Beamten nicht ausreichend geschützt.

© IMAGO/Michael Bihlmayer

Für die Steuerzahler kann das teuer werden: Tausende Schutzwesten musste die Berliner Polizei aussortieren. Denn ihre Panzerung ist nicht so sicher, wie die Herstellerfirma versprach.

Das betrifft 5247 sogenannte hartballistische Einschubplatten aus Keramik, die im Jahr 2017 hergestellt wurden. Sie haben offenbar ihre für zehn Jahre zugesicherte Schutzwirkung vorzeitig verloren. Berlin droht jetzt damit, die Herstellerfirma Rheinmetall auf Schadenersatz zu verklagen.

Rheinmetall hatte die Haltbarkeit der Platten mit zehn Jahren angegeben. Um zu überprüfen, ob die Polizei sie eventuell noch länger nutzen könnte, ließ die Berliner Polizei mehrere Platten aus dem Produktionsjahr 2017 durch das Beschussamt Mellrichstadt in Bayern einem Kontrollbeschuss unterziehen. In mehreren Fällen kam es dabei zu einem Durchschuss.

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