Nicht ausgelastete Werke, unsichere Arbeitsplätze und offene Standortfragen: Die Krise der deutschen Automobilindustrie trifft Ostdeutschland hart. In Zwickau, Eisenach, Chemnitz, Leipzig und Ludwigsfelde hängen Tausende Beschäftigte direkt oder mittelbar von VW, Opel, BMW, Porsche und Mercedes-Benz ab. Nun zeigen exklusive Daten, dass sich an einzelnen Standorten auch die Immobiliennachfrage deutlich abschwächt.
Am Opel-Standort Eisenach brach die Nachfrage nach Kaufimmobilien im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp 32 Prozent ein, wie eine Auswertung des Vermittlungsportals ImmoScout24 für die Berliner Zeitung zeigt. In Chemnitz gingen die Kaufkontakte um rund 17 Prozent zurück, in Zwickau um knapp zehn Prozent. Leipzig und Ludwigsfelde erweisen sich dagegen bislang als widerstandsfähiger. Noch ist der Nachfragerückgang bei den Preisen kaum angekommen. Experten warnen jedoch, dass sich die Folgen erst mit Verzögerung zeigen könnten.
Automobilindustrie
Autokrise trifft Ost-Immobilienmarkt: Nachfrage in Eisenach bricht um 32 Prozent ein
Die Krise bei VW und Co. belastet ostdeutsche Autostädte. Exklusive Daten zeigen, wo die Immobiliennachfrage sinkt – und welche Orte besonders gefährdet sind.
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Am Opel-Standort Eisenach sank die Nachfrage nach Kaufimmobilien binnen eines Jahres um knapp 32 Prozent.
© Thomas Meyer/Ostkreuz
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