Wie fühlt es sich an, das erste Tor der neuen Saison für den 1. FC Union Berlin zu schießen? Und das, wenn der Gegner FC Bayern München heißt und Union Berlin gerade einen neuen Publikumsrekord im Stadion An der Alten Försterei aufstellt? „Ich hatte schon ein bisschen Gänsehaut“, erzählte Nele Bauereisen von genau dieser Erfahrung.
Die Unioner Offensivspielerin war beim 1:4 gegen den FC Bayern zum Saisonstart eingewechselt worden und hatte zum zwischenzeitlichen 1:3 getroffen, wodurch sie einen kurzen Moment des Glaubens an eine Aufholjagd entfacht hatte.
Debüt-Tor vor besonderer Kulisse
Am folgenden Mittwoch erzählte sie im Rahmen einer Medienrunde im Stadion von ihrem Erlebnis, das trotz des Ergebnisses ein besonderes für sie gewesen sei. Immerhin war der Treffer gegen den FCB ihr erster in der Bundesliga überhaupt. „Es war schon eine große Ehre, vor allem auch vor der Kulisse mein erstes Tor zu machen“, erzählte sie.
Alles wettmachen konnte dieses persönliche Highlight für sie natürlich nicht. „Ich konnte es schon ein bisschen genießen, aber natürlich stand das Ergebnis im Vordergrund, und das war nicht so gut.“
Nele Bauereisen bejubelt das erste Saisontor für den 1. FC Union Berlin.
© IMAGO/Eibner Pressefoto
Der Fokus liegt auf Freiburg
Allzu viel beschäftigen wolle sich das Team von Trainerin Marie-Louise Eta damit aber nicht. „Der Fokus ist eigentlich immer ab dem ersten Tag nach dem Spiel komplett beim neuen Gegner.“ Das ist am kommenden Sonnabend im Dreisamstadion der SC Freiburg (12 Uhr).
Was Union dort im Vergleich zum Bayern-Spiel anders machen muss? „Gewinnen“, sagt die Torschützin der Vorwoche.
Und der Glaube daran, dass im zweiten Saisonspiel die ersten drei Punkte herausspringen, scheint innerhalb der Mannschaft durchaus groß zu sein. „Wir wollen holen, was es zu holen gibt. Wir sind schon gut eingestellt und auch sehr zuversichtlich, dass wir da wieder mit einem Sieg rausgehen können“, sagte zumindest Bauereisen.
Trainerin Eta will mit ihrem Team am 2. Spieltag sicher auch ein besseres Ergebnis einfahren.
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Bauereisen glaubt an besseres Ergebnis
Diesen Optimismus betonte sie weiter: „Wir wissen, was wir können. Und ich denke, Freiburg ist auch im Vergleich zu den Bayern qualitativ ein anderer Gegner.“
Gegen das vermeintlich schwächere Team rechnet sie sich also gute Chancen aus. „Die sind natürlich auch stark. Aber ich denke, wir haben uns jetzt auch verbessert in den letzten Wochen und im Vergleich zur letzten Saison, was ja auch unser Anspruch ist. Deswegen bin ich zuversichtlich, dass wir da das Maximale rausholen.“
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Was dafür inhaltlich auf dem Platz passieren muss, wollte sie nicht allzu sehr verkomplizieren. „Würde es da so einen Schlüssel geben, dann würden wir, glaube ich, jedes Spiel gewinnen“, scherzte sie, um dann ernster zu werden. „Es ist einfach wichtig, dass der Fokus bei uns bleibt, dass wir uns nicht zu sehr auf den Gegner einschießen“, sagt Bauereisen. „Solange wir das machen, was wir gut können, und alles, was wir im Training machen, umsetzen, dann ist es eigentlich schon sehr, sehr gut.“
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